Küting/Weber, Handbuch der ... / h) Prüfungspflicht von IFRS-Einzelabschlüssen i. S. d. § 325 Abs. 2a (§ 324a)
 

Rn. 95

Stand: EL 01 – ET: 09/2005

Der § 324a steht in unmittelbaren Zusammenhang mit § 325 Abs. 2a, der durch das BilReG eingeführt wurde und das Wahlrecht einer befreienden Offenlegung eines nach IFRS aufgestellten EA regelt (vgl. HdR-E, Vor Kap 1, Rn. 97 ff.). Voraussetzung einer Offenlegung nach § 325 Abs. 2a ist, dass der EA nach § 324a geprüft wurde. Hierbei verweist § 324a Abs. 1 auf die Prüfungsvorschriften der §§ 316 bis 324. Als AP gilt der bestellte Prüfer des JA. Eine Besonderheit besteht darin, dass der Prüfungsbericht zur Prüfung des EA mit dem Prüfungsbericht zum handelsrechtl. JA zusammengefasst werden kann.

 

Rn. 96

Stand: EL 01 – ET: 09/2005

In diesem Wahlrecht liegt indes zugleich auch die Problematik der Vorschrift. Wenngleich eine Zusammenfassung des Prüfungsberichts auch seitens des Berufsstands ausdrücklich begrüßt wird, ergeben sich Fragen hinsichtlich der praktischen Umsetzung. Insbes. darf eine derartige Berichterstattung nicht dazu führen, dass die Berichtsadressaten hinsichtlich der Berichterstattung zum JA keine klare Abgrenzung mehr erkennen können und insoweit gegen die originären Berichtspflichten aus § 321 sowie die berufsständischen Grundsätze der Klarheit und Übersichtlichkeit verstoßen wird. Bis zur Verabschiedung berufsständischer Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfungsberichterstattung bei zusammengefassten Prüfungsberichten i. S. d. § 325 Abs. 2a besteht daher ein hohes Maß an Unsicherheit. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte daher auf eine zusammengefasste Prüfungsberichterstattung verzichtet werden.

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