Küting/Weber, Handbuch der ... / d) Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in internationalen Gremien der Rechnungslegung
 

Rn. 440

Stand: EL 09 – ET: 12/2010

Neben der Verbesserung der Aussagekraft deutscher KA durch die Entwicklung von DRS ist es nach § 342 Abs. 1 Nr. 3 ein weiteres gesetzl. Ziel des DRSC, Deutschland in internationalen Gremien der RL zu vertreten (vgl. zu dieser Aufgabe des DRSC: Ballwieser, W. 1999, S. 445 f.; Breidenbach, K. 1999, S. 644 f.; Löw, E. 2001, S. 24 f.; Schildbach, T. 1999, S. 647 f.; Sturm, M. 2000, S. 219 f.). Das DRSC widmet sich diesem Ziel (in einem weiten Sinne interpretiert) mit besonderer Aufmerksamkeit, damit die deutsche Stimme auf dem weltweiten Parkett der RL ernst genommen wird und einen der deutschen Wirtschaftskraft entspr. Beitrag zur Fortentwicklung internationaler RL-Fragen leisten kann (vgl. Pellens, B./Crasselt, N./Kemper, T. 2009, S. 242).

 

Rn. 441

Stand: EL 09 – ET: 12/2010

Es ist unumstritten, dass Deutschland über exzellente Fachleute in Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaftsprüfung verfügt, die zu dem anhaltenden Prozess der Bilanzierungsfortentwicklung viel beitragen können. Auf Dauer hätte Deutschland an Einfluss in der internationalen Diskussion verloren, wenn kein hochrangiges Gremium existierte, das ›für Deutschland als Ganzes‹ spricht. In der Verfolgung dieses Ziels liegt für das DRSC in der Zukunft ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit.

 

Rn. 442

Stand: EL 09 – ET: 12/2010

Einfluss auf die Diskussionen und Gestaltungen der IFRS kann von deutscher Seite sowohl unmittelbar durch Delegierte und Fachberater in den unterschiedlichen Gremien des International Accounting Standards Board (IASB), als auch mittelbar, etwa über die Mitarbeit in der International Organisation of Securities Commissions (IOSCO) oder der Europäischen Kommission, genommen werden.

 

Rn. 443

Stand: EL 09 – ET: 12/2010

Der Prozess der internationalen Konvergenz der RL wird indes auf Dauer weniger von der EU-Kommission betrieben werden als vom IASB; diese Schlussfolgerung ergibt sich letztlich aus einer rückschauenden Betrachtung der Harmonisierungsbestrebungen in Europa (vgl. Krumnow, J. 1994, S. 687 ff.). Wichtige Schritte auf dem Weg zur Angleichung der externen RL in Europa waren die 4. EG-Richtline vom 25.07.1978 zum EA, die 7. EG-R vom 13.06.1983 zum KA sowie – speziell für Banken und Versicherungen – die europäischen R für JA und konsolidierte Abschlüsse von Banken vom 08.12.1986 und von Versicherungen vom 19.12.1991. In der jüngeren Vergangenheit wurden durch die IAS-Verordnung vom 19.07.2002 kapitalmarktorientierte UN verpflichtet, ab dem 01.01.2005 bzw. dem 01.01.2007 ihre Jahresabschlüsse nach den Vorgaben der IFRS aufzustellen (vgl. Europäische Union 2002, L 243/3).

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