Küting/Weber, Handbuch der ... / d) Einbeziehung von Tochterunternehmen mit konzernfremder Tätigkeit (§ 295)
 

Rn. 36

Stand: EL 01 – ET: 09/2005

Bislang verbot § 295 die Einbeziehung solcher TU in den KA, deren Tätigkeitsprofil aus dem Rahmen der Konzerngesamtheit heraus fiel. Mit Verabschiedung des BilReG und der damit einhergehenden Streichung des § 295 wurde dieses Verbot der Einbeziehung von TU aufgehoben. Dieses war im Grundsatz unvereinbar mit dem Einheitsgrundsatz sowie dem Grundsatz der Vollständigkeit bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, weshalb auch nach IFRS und US-GAAP ein Verbot als nicht gerechtfertigt erachtet wird. Insoweit erfolgt eine begrüßenswerte Anpassung an international anerkannte RL-Grundsätze. Ohnehin war die Streichung aufgrund einer entspr. Änderung in der Modernisierungsrichtlinie (vgl. Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates 2003) zwingend vorzunehmen.

§ 295 ist letztmalig auf vor dem 01.01.2005 beginnende GJ anzuwenden. In den GJ, die nach dem 31.12.2004 beginnen, besteht somit für UN, die bislang unter § 295 gefallen sind, eine Einbeziehungspflicht. Das Konsolidierungswahlrecht des § 296 wird weiterhin seine Gültigkeit behalten.

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