Küting/Weber, Handbuch der ... / c) Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses (§ 293)
 

Rn. 35

Stand: EL 01 – ET: 09/2005

Die Schwellenwerte für die größenabhängige Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines KA und Konzernlageberichts in § 293 Abs. 1 und 2 (Brutto- und Nettomethode) wurden für GJ, die nach dem 31.12.2003 beginnen, entspr. der EU-Vorgaben um 16,8 v. H. erhöht (vgl. dazu auch HdR-E, Vor Kap 1, Rn. 4 ff.). Die neuen Schwellenwerte ergeben sich aus nachstehender Übersicht.

 
  Bruttomethode Nettomethode
Bilanzsumme ≤ 19.272.000 Euro ≤ 16.060.000 Euro
UE ≤ 38.544.000 Euro ≤ 32.120.000 Euro
AN ≤ 250 ≤ 250

Übersicht: Schwellenwerte zur größenabhängigen Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines KA und Konzernlageberichts

Gem. Art. 58 Abs. 1 EGHGB findet die neue Fassung des § 293 erstmals auf KA und -lageberichte für das nach dem 31.12.2003 beginnende GJ Anwendung. Um die Voraussetzungen des § 293 Abs. 1 zu erfüllen, sind aber die neuen Größenkriterien sowohl für das Berichtsjahr als auch für die Vorperiode heranzuziehen. D. h. für die Beurteilung, ob für den Abschluss 2004 die Schwellenwerte an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen (hier: 31.12.2004 und 31.12.2003) über- oder unterschritten sind, sind jeweils die neuen, höheren Schwellenwerte nach Maßgabe des BilReG zugrunde zu legen (Rückwirkung). Dies ergibt sich u. E. – analog zu § 267 (vgl. HdR-E, Vor Kap 1, Rn. 6) – aus dem Gesetzeswortlaut, da § 293 Abs. 1 bei der Prüfung, ob die Rechtsfolgen eintreten, in beiden Fällen auf die neuen Kriterien verweist.

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