Küting/Weber, Handbuch der ... / b) Technik der Gruppenbewertung
 

Rn. 82

Stand: EL 12 – ET: 07/2011

Sollen einzelne VG zu einer Gruppe zusammengefasst werden, so hat zunächst eine Abgrenzung der relevanten VG unter Beachtung der vorgenannten Kriterien zu erfolgen. In einem zweiten Schritt ist sodann das Mengengerüst für die zu einer Gruppe zusammengefassten VG zu ermitteln.

§ 240 Abs. 4 schreibt als einzige zulässige Methode zur Ermittlung des Werts die gewogene Durchschnittsmethode vor, d. h., dass ein Durchschnittswert für die gleichartigen bzw. annähernd gleichartigen oder gleichwertigen Gegenstände bekannt oder leicht ermittelbar sein muss, soll die Gruppenbewertung tatsächlich zu einer Erleichterung führen. Obwohl dieses Kriterium des ›bekannten Durchschnittswerts‹ in § 240 Abs. 4 nicht erwähnt wird, ist es doch der Gruppenbewertung immanent (vgl. auch R 36 Abs. 3 EStR). I. R. d. Gruppenbewertung wird man auch davon ausgehen können, dass Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 3 auf den Gruppenwert zulässig sind (vgl. ADS 1995, § 240, Rn. 136 ff.).

Die Technik des gewogenen Durchschnitts beinhaltet damit gleichzeitig eine Einschränkung bzgl. der zu einer Gruppe zusammenfassbaren VG. Die Maßeinheiten, in denen die einzelnen VG mengenmäßig erfasst werden, müssen aggregierbar sein, d. h., es sind nur solche VG zusammenfassbar, die z. B. in Stückzahlen dimensioniert sind.

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