Küting/Weber, Handbuch der ... / a) Grundlagen
 

Rn. 120

Stand: EL 00 – ET: 03/2004

›Primäre Zielsetzung (der United Nations, d. Verf.) ist die Sicherung des Weltfriedens und die Förderung friedlicher zwischenstaatlicher Beziehungen und internationaler Zusammenarbeit‹ (Rost, P. 1991, S. 131; vgl. auch Eugster, C. 1978, S. 66). Diesbzgl. hat die UN insbes. den Anliegen der Entwicklungs- bzw. Schwellenländer Rechnung zu tragen.

Transnationale Unternehmen – so die Terminologie der UN – zeichnen sich durch unternehmerische Aktivitäten in mind. zwei Staaten aus. Ihnen obliegt u. a. die Aufgabe des Technologietransfers in die Länder der Dritten und Vierten Welt, die von der staatlichen und zwischenstaatlichen Entwicklungshilfe nicht wahrgenommen werden kann. Problematisch gestaltet sich andererseits die besondere Machtfülle, die den transnationalen UN zukommt. Sie sind ›besonders augenfällige Exponenten der wirtschaftlichen Macht der westlichen Industriestaaten‹ (Grewlich, K. W. 1976, S. 391). Oftmals übersteigt ihr Umsatz das Bruttosozialprodukt der Gaststaaten. Ausgehend von der Möglichkeit, Sonderkonditionen vereinbaren zu können, gelingt es diesen Gesellschaften, politisch Einfluss zu nehmen und in Extremfällen ganze Staaten kontrollieren zu können (vgl. Wädle, T. W. 1978, S. 285; Grewlich, K. A. 1981, S. 353 ff.; Bachmann, D. 1991, S. 854 f.). Diese Sonderrolle der transnationalen UN veranlasste die UN, sich verstärkt mit diesen Gesellschaften zu befassen und einen speziellen Verhaltenskodex für dieselben zu erarbeiten.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Küting, Handbuch der Rechnungslegung - Einzelabschluss (Schäffer-Poeschel). Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Küting, Handbuch der Rechnungslegung - Einzelabschluss (Schäffer-Poeschel) 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge