Küting/Weber, Handbuch der ... / a) Erstmalige Anwendung
 

Rn. 345b

Stand: EL 20 – ET: 05/2015

Abs. 1: Die Änderungen des HGB erfordern eine Umstellung der RL der von den Neuregelungen betroffenen UN. Daher sollen die Neuregelungen – soweit möglich – erst für künftige GJ anzuwenden sein. Da die meisten Änderungen durch das BilRUG auf die Vorgaben der EU-Richtlinie 2013/34/EU vom 26.06.2013 zurückgehen, die bis zum Juli 2015 in nationales Recht umzusetzen ist, erfolgt die Erstanwendung des weit überwiegenden Teils der Neuregelungen erstmals für GJ, die nach dem 31.12.2015 beginnen.

Den UN wird allerdings die Möglichkeit eingeräumt, die neuen Vorschriften bereits auf alle GJ anzuwenden, welche nach dem 31.12.2014 beginnen; dann aber nur insgesamt. Ein sog. cherry-picking (d. h. eine vorzeitige Nutzung der vorteilhaften neuen Vorgaben und eine damit einhergehende gemischte RL aus alten und neuen Regelungen) ist untersagt.

Eine freiwillige frühere Erstanwendung kann bspw. für kleine Kapitalgesellschaften interessant sein, die bereits vor dem GJ 2016 die Erleichterungen im Bereich der Anhangberichterstattung nutzen wollen.

Im Falle der vorzeitigen Anwendung der Vorschriften (GJ, die nach dem 31.12.2014 beginnen) ist ein Vermerk im Anhang bzw. Konzernanhang aufzunehmen mit dem Hinweis, dass die Vorschriften des BilRUG bereits angewendet werden.

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