Küting/Weber, Handbuch der ... / 6. Rechnungsabgrenzungsposten (§ 250 HGB)
 

Rn. 172

Stand: EL 04 – ET: 11/2009

Durch das BilMoG wird dem Bilanzierenden die Möglichkeit genommen, als Aufwand berücksichtigte Zölle und Verbrauchssteuern und als Aufwand berücksichtigte Umsatzsteuer auf Anzahlungen als RAP zu berücksichtigen. Die Streichung dieses in § 250 Abs. 1 S. 2 a. F. enthaltenen Wahlrechts ist als Ausfluss der Bemühungen zur Erreichung der Gleichwertigkeit des handelsrechtl. JA im Vergleich mit den nach internationalen RL-Normen aufgestellten Abschlüssen zu sehen (vgl. BT-Drucks. 16/10067, S. 51). Gleichzeitig stellt die Änderung aber auch eine Reaktion auf die Rechtsprechung des BFH dar, nach der der Empfänger einer Anzahlung verpflichtet ist, diese Brutto – also inkl. der darin enthaltenen Umsatzsteuer – zu passivieren. Im Bestreben, Steuerausfälle zu verhindern, hat der Gesetzgeber bereits im Vorfeld auf diese Sichtweise reagiert und in § 5 Abs. 1 S. 2 EStG eine erfolgsneutrale Behandlung der Umsatzsteuer in den betroffenen Anzahlungsfällen vorgeschrieben.

Letztmalig kann das Wahlrecht in JA und KA für GJ, die vor dem 01.01.2010 beginnen, genutzt werden.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Küting, Handbuch der Rechnungslegung - Einzelabschluss (Schäffer-Poeschel). Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Küting, Handbuch der Rechnungslegung - Einzelabschluss (Schäffer-Poeschel) 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge