Küting/Weber, Handbuch der ... / 12. Bewertungsvereinfachungsverfahren (§ 256 HGB)
 

Rn. 207

Stand: EL 04 – ET: 11/2009

Gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 3 sind VG und Schulden einzeln zu bewerten. Dieser Grundsatz der Einzelbewertung (vgl. hierzu grundlegend Selchert, HdR-E, HGB § 252, Rn. 60 ff.) verlangt, jeden VG und jede Schuld für sich, mithin unabhängig von den Wertverhältnissen anderer VG und Schulden, isoliert zu bewerten. Abweichungen von diesem Grundsatz sind nur in begründeten Ausnahmefällen sowie i. R. d. der Anwendung des § 256 i. V. m. § 240 Abs. 3 und 4 sowie des § 256 Abs. 1 möglich. Letzterer erlaubt, unter bestimmten Voraussetzungen, bei der Bewertung Verbrauchsfolgen zu unterstellen. Die i. R. d. BilMoG durch die Streichung der Worte "oder in einer sonstigen bestimmten Folge" (§ 256 S. 1a. F.) hervorgerufenen Änderungen sind der folgenden Abbildung zu entnehmen:

Übersicht: Bewertungsvereinfachungsverfahren im HGB

Die Unterstellung sonstiger, in § 256 S. 1 nicht explizit genannter Verbrauchsfolgen zur Ermittlung eines Wertansatzes ist letztmalig für JA und KA möglich, deren Stichtag vor dem 01.01.2010 liegt (vgl. Art. 66 Abs. 5 EGHGB).

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