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Übernahme der Änderungen an IFRS 7 in europäisches Recht

Die Europäische Union hat am 23. November 2011 die Änderungen von IFRS 7 Finanzinstrumente übernommen. Wie gewohnt werden die Anhangangabevorschriften erweitert.

In gewohnter Kontinuität werden die Regelungen zu IFRS 7 erweitert und überarbeitet. Bereits am 7. Oktober 2010 hatte das IASB Änderungen an IFRS 7 im Zusammenhang mit dem nicht mehr verfolgten Projekt Derecognition veröffentlicht.

Die Europäische Union hat offiziell im Amtsblatt vom 23. November 2011 die Verordnung (EG) Nr. 1205/2011 vom 22. November 2011 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 betreffend die Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards in Übereinstimmung mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates veröffentlicht.

Durch diese Verordnung werden die Änderungen an IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben in EU-Recht übernommen.

Entgegen der ursprünglichen Zielsetzung des Projektes die Ausbuchungsregeln selbst zu überarbeiten, enthält die Änderung nur eine Erweiterung der Angabepflichten bei Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (etwa Verbriefungen). Die Änderung sieht erweiterte Offenlegungsvorschriften vor, um bei übertragenen aber nicht oder nicht vollständig ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten die Beziehung zwischen diesen Vermögenswerten und den zugehörigen Verbindlichkeiten zu zeigen.

So ist z.B. die Art der Chancen und Risiken anzugeben, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Weiterhin ist bei ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten Art und Risiko aus dem anhaltenden Engagement offenzulegen. Vorgesehen ist hier u.a. die Angabe des maximalen Verlustpotenzials aus dem anhaltenden Engagement sowie eine Restlaufzeitenanalyse zukünftiger Zahlungsabflüsse.

Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

 

Praxistipp

Wie gewohnt werden die IFRS 7 Anhangangabevorschriften erweitert. Die Neuerungen zielen auf Transaktionen zum Zwecke der Übertragung von Vermögenswerten (Verbriefungen) sowie Abbildung möglicher Auswirkungen der noch beim abgebenden Unternehmen verbliebenen Risiken ab. Abschlussersteller sind gefordert die neuen Regelungen frühzeitig in Ihre Checklisten aufzunehmen, um etwaige Auswirkungen auf den Anhang frühzeitig zu erkennen.

http://eur-lex.europa.eu

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