| Interner Bericht

EU will Einfluss auf die IFRS verstärken

Die EU will mehr Einfluss bei der Standardsetzung in der Rechnungslegung.
Bild: Haufe Online Redaktion

Dem Nachrichtendienst IASPlus zufolge schlägt der EU-Sonderberater von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier in einem nicht-öffentlichen Berichtsentwurf drei Optionen zur Stärkung des Einflusses der EU auf die IFRS und zur Verbesserung der Governance der standardentwickelnden Institutionen vor.

Konkret enthält das Papier folgende Vorschläge:

Nach der ersten Option soll die EFRAG so umgestaltet werden, damit die Sichtweise der öffentlichen Hand bereits in den Entscheidungsfindungsprozess mit einfließen können, bevor Empfehlungen gegenüber der Kommission ausgesprochen werden. Der derzeitige Aufsichtsrat von EFRAG würde durch einen Board ersetzt, der aus Vertretern von EU-Organisationen, aus dem Privatsektor sowie nationaler Standardsetzer bestünde. Seine Aufgabe bestünde darin, Stellungnahmen an den IASB zu verabschieden und Sichtweisen dahingehend zu äußern, ob eine bestimmte Verlautbarung übernommen werden solle. Der derzeit bestehende Fachexpertenausschuss (Technical Experts Group, TEG) würde derart umgestaltet, dass er seine Arbeit als Fachgremium zwar fortsetzen, das letztendliche Stimmrecht jedoch an den neuen Board abtreten würde.

Nach der zweiten Option könnte die EFRAG zu einem Teil der europäischen Wertpapieraufsicht (European Securities and Market Authority, ESMA) werden. Als Vorbild für diese Option dient die US- Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC). Damit würden die Übernahme- und Durchsetzungsaktivitäten in Europa miteinander vereint.

Als dritte Option schlägt das Papier die Schaffung einer eigenständigen europäischen Behörde vor, die an die Stelle von EFRAG treten würde.

Schlagworte zum Thema:  IFRS, EFRAG, EU-Kommission

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