23.04.2012 | IFRS-Abschluss

Komplexitätskosten senken

Bild: Haufe Online Redaktion

Durch die in IFRS 13 geforderten Angaben sollen sich Abschlussadressaten über Bewertungstechniken und Inputfaktoren informieren können, die der wiederkehrenden oder anlassbezogenen fair value-Bewertung von Vermögenswerten und Schulden nach deren Erstbewertung zugrunde liegen.

Des Weiteren sollen sie auch über den Einfluss von Inputfaktoren der dritten Hierarchiestufe im Rahmen von wiederkehrenden fair value-Bewertungen auf Jahresergebnis und sonstiges Ergebnis informieren.

Die aus dieser übergeordneten Zielsetzung abgeleiteten Angabepflichten sind pro Klasse von Vermögenswerten und Schulden offenzulegen, wobei die Klassenbildung dabei

  • nach der Art und den Charakteristika der Bewertungsobjekte, nach den Risiken, welche den zu bewertenden Vermögenswerten und Schulden innewohnen, und nach
  • der Stufe der fair value-Hierarchie zu differenzieren hat.

Praxishinweis

Bei der Festlegung von sachgerechten Klassen, für die Angaben zur Bemessung des fair value zu leisten sind, sind so viele Informationen wie nötig zu liefern, um der übergeordneten Zielsetzung zu entsprechen. Insbesondere die Aggregation / Disaggregation von Informationen ist hierbei zu beachten, da für eine Klasse an Vermögenswerten und Schulden oftmals eine größere Aufgliederung als die in der Bilanz ausgewiesenen Posten erforderlich sein wird. Die Zahl der Klassen muss für Bemessungen des beizulegenden Zeitwerts in Stufe 3 größer sein. 

IFRS 13 ist zwar noch nicht in der EU anzuwenden, das Endorsement steht noch aus. Er ist aber ein gutes Beispiel für die Komplexitätskosten eines IFRS-Abschlusses. Beim Reduzieren der Komplexität der Angabepflichten und zu berücksichtigenden Regelungen beim IFRS-Anhang unterstützt die IFRS-Anhangcheckliste des in 10. Auflage neu erschienenen IFRS-Kommentars von Lüdenbach/Hoffmann.

Schlagworte zum Thema:  IFRS, IFRS-Abschluss, Bewertung

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