17.09.2012 | IDW kommentiert MicroBilG

Anhangserleichterungen gehen zu weit

Bild: PhotoAlto

Das Institut der Wirtschaftsprüfer stimmt dem Referentenentwurf zur Erleichterung der Rechnungslegung für Kleinstkapitalgesellschaften grundsätzlich zu, hat allerdings Anregungen im Detail.

Bedenken hat das IDW bei den Anhangserleichterungen geäußert. Der Gesetzgeber fordert bei Nichtvermittlung eines tatsächlichen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Kapitalgesellschaften in recht scharfer Form zusätzliche Anhangangaben. Diese Brücke zum true and fair view wurde bisher sehr eng interpretiert, wogegen zum Beispiel der Haufe HGB Bilanz-Kommentar für eine weitere Auslegung der Korrekturregelungen plädiert. Für Kleinstkapitalgesellschaften soll nun diese Vorschrift ganz gestrichen werden. Laut der IDW-Stellungnahme vom 31. August „steht diese Vorgehensweise nicht im Einklang mit der bisherigen Handhabung des true and fair view- Grundsatzes im HGB“.

Für die Beurteilung, ob am 31.12.2012 die Schwellenwerte für Kleinstkapitalgesellschaften an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen unterschritten sind, regt das IDW einen Hinweis an, „dass die mit der Gesetzesänderung eingeführten Schwellenwerte bereits zum 31.12.2011 und 31.12.2010 anzuwenden sind“.

Die Schwellenwerte sind

  • 350.000 EUR bei der Bilanzsumme,

  • 700.00 EUR bei den Umsatzerlösen,

  • 10 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt.

Schlagworte zum Thema:  MicroBilG

Aktuell

Meistgelesen