Der Begriff E-Bilanz umfasst die Regelung zur elektronischen Übermittlung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. Die elektronische Übermittlung ist erstmals für Jahresabschlüsse vorzunehmen, deren Wirtschaftsjahr nach dem 31.12.2011 beginnen.

Damit gilt das Jahr 2012 bzw. bei abweichendem Wirtschaftsjahr das Wirtschaftsjahr 2012/2013 als Erstjahr. Daran sind zahlreiche Anforderungen geknüpft.

Software und Schnittstellen
Sollen die Daten, wie es das Ziel der E-Bilanz ist, automatisiert erfasst und für die Übertragung aufbereitet werden, müssen die Rechnungslegungsprozesse in den Unternehmen umgestellt werden.

Steuerdeklaration
Hinsichtlich der Übermittlung der Steuererklärungen ist zu beachten, dass diese bereits ab 2011 von den Unternehmen elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt werden müssen. Dies können Sie durch Ihr Rechnungswesen, aber auch durch den Steuerberater vornehmen (lassen).

Soll-Kontenrahmen Hauptbuch und seine Nebenbücher
Im Hinblick auf die zu übermittelnde E-Bilanz stellt sich nach Analyse des Ist-Zustandes des Kontenplans für das Unternehmen generell die Frage, wie viele Informationen, insbesondere auch steuerlicher Art, das Unternehmen bereits unterjährig standardisiert in der Finanzbuchhaltung abbilden möchte. Je mehr unterjährig bereits auf den richtigen Konten der Steuer-Taxonomie gebucht wird, desto weniger Aufwand entsteht logischerweise hinterher. Je nachdem, wie Sie Ihre Finanzbuchhaltung organisieren, müssen neue Konten errichtet werden.

Durch die Anpassung des Kontenrahmens des handelsrechtlichen Hauptbuchs erwachsen an die Nebenbücher erweiterte Anforderungen hinsichtlich der zu generierenden Informationen.

Buchungsstruktur anpassen
Nach Vorgaben der bisher vorliegenden Steuer-Taxonomie muss es in einzelnen Bereichen des Rechnungswesens zwangsläufig zu einer Anpassung der Buchungsstruktur an die Steuer-Taxonomie kommen, wenn die geforderten Mussfelder übertragen werden.