11.04.2012 | Jahresabschluss & Bilanzierung

E-Bilanz: Gerüchte um eine erneute Verschiebung

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC berichtet am 10.4. unter Berufung auf die Stuttgarter Nachrichten, dass das Bundesjustizministerium Finanzminister Wolfgang Schäuble aufgefordert habe, seine Pläne für die elektronisch zu übermittelnde Bilanz noch einmal um zwölf Monate zu verschieben.

Die E-Bilanz wäre damit erst ab dem Bilanzjahr 2014 verpflichtend für alle Betriebe einzuführen. Bei dem Ruf nach Verschiebung hätten die ministerialen Verfassungshüter, so PwC auf seiner Homepage, gravierende rechtliche und praktische Bedenken gegen die E-Bilanz geltend gemacht. In den Stuttgarter Nachrichten werde das Justizministerium mit den Worten zitiert: „Das Interesse der Steuerbehörden, über möglichst umfassende Daten jedes Unternehmens zu verfügen – auch wenn sie steuerrechtlich nicht relevant sind, dürfte nicht von der Rechtsgrundlage gedeckt sein.“ Erleichterungen, die das Finanzministerium der Wirtschaft für die Startphase versprochen habe, würden daran auch nichts ändern.

PwC selbst geht allerdings nicht von einer weiteren Verschiebung der E-Bilanz aus. Nach Einschätzung der Haufe-Redaktion stammt der von PwC zitierte Stuttgarter-Nachrichten-Artikel aus der Ausgabe vom 17.3.2012. Die Gerüchteküche brodelt also weiter.

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