23.08.2012 | E-Bilanz

Effizient ist auf den letzten Drücker

Bild: Haufe Online Redaktion

Viele Leiter Rechnungswesen im Mittelstand werden sich ein Lächeln nicht verkneifen können. Vor knapp einem Jahr sollte E-Bilanz Priorität A sein, die unbedingt noch im Jahre 2011 in Gang gebracht werden musste. Doch wie sieht es in der Praxis im Jahre 2012 aus?

Aufschluss gibt eine aktuelle Umfrage der bayerischen IHKs vom Juli/August 2012:

  • 88% der antwortenden Unternehmen glauben, die E-Bilanz bedeutet mehr Zeitaufwand, 78% höhere Kosten

  • 67% sehen die E-Bilanz-Einführung als deutlichen Nachteil

  • bei der Hälfte der Unternehmen waren die Kosten der Steuerberatung < 10.000 EUR

  • 45% glauben, dass sich diese Kosten um bis  zu 10% erhöhen werden

  • 50% glauben, dass sie selbst nach Einführung der E-Bilanz im Unternehmen einen hohen Bürokratieaufwand haben

Jetzt kommt der Clou: 71% schätzen ihren Vorbereitungsstand im Notenbereich 4 bis 6 ein, also grottenschlecht.

Fazit

Es ist also nicht gelungen, die Unternehmen von den Vorteilen der E-Bilanz zu überzeugen. Ein frühzeitiges Testen der E-Bilanz hatte offenbar zu hohe Opportunitätskosten. Effizient heißt für Unternehmen, Regelungen auf den letzten Drücker umzusetzen und abzuwarten, ob sich nicht vielleicht doch noch etwas ändert.

Wir informieren Sie zum Thema E-Bilanz laufend unter haufe.de/finance/thema/e-bilanz.

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