19.09.2013 | Leasingbilanzierung

DRSC hat Vorbehalte gegenüber Änderungsvorschlägen des IASB

Wie Leasing in der internationalen Rechnungslegung behandelt werden soll, bleibt weiter umstritten.
Bild: Michael Bamberger

Der überarbeitete Änderungsentwurf (ED/2013/6) des IASB zur Leasingbilanzierung ist nach Ansicht des IFRS Fachausschusses des DRSC konzeptionell verbesserungswürdig.

Nach den überarbeiteten Regelungen in ED/2013/6 soll jedes Leasing-/Mietverhältnis bilanziell wirksam werden (ausgenommen sind nur kurzfristige Verhältnisse). Für die Klassifikation ist vorgesehen, dass alle Leasingverhältnisse zukünftig in die Kategorien „Typ A” und „Typ B" unterschieden werden. Die Einstufung hängt u.a. von der Dauer der Mietperiode (lease term) im Vergleich zur wirtschaftlichen Nutzungsdauer ab. Die bilanzielle Folgebewertung richtet sich nach der vorhergehenden Klassifikation. Auch für den Leasinggeber erfolgt, in Abhängigkeit der Einstufung beim Leasingnehmer als Typ A oder Typ B, eine entsprechende Folgebewertung mit unterschiedlichen bilanziellen Konsequenzen.

Kritik des IFRS-Fachausschusses

Der IFRS-Fachausschuss des Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) kritisiert nun in seiner Stellungnahme zum IASB-Änderungsvorschlag vor allem die unterschiedliche Bilanzierung beim Leasingnehmer. Eine Differenzierung zwischen Typ A und Typ B Leasingverhältnissen (mit unterschiedlicher Folgebewertung) könne nur dann sinnvoll sein, wenn diese relevantere Informationen liefern würde, somit dem Adressaten helfe. Im Ergebnis sei aber keine deutliche Verbesserung des neuen Ansatzes des überarbeiteten Entwurfs zur bisherigen (IAS 17) Bilanzierung erkennbar. Daher sollten (vereinfacht) alle Leasingverhältnisse einheitlich als Typ A dargestellt werden. Dies würde auch vermeiden keine bereits nach bestehendem Recht bekannten Spielräume durch neue Spielräume zu ersetzen.

Zur Leasinggeberbilanzierung wird auf die bisherige bzw. bestehende Bilanzierung nach den Regelungen in IAS 17 verwiesen. Die im Entwurf vorgeschlagenen Änderungen werden grundsätzlich abgelehnt, solange nicht die Bilanzierung von Nutzungsrechten hinreichend geklärt sei. Auch das Konzept der Teilausbuchung würde keine verwertbaren Informationen liefern. Im Ergebnis solle die bestehende Bilanzierung nach IAS 17 hier fortgeführt werden.

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Schlagworte zum Thema:  Leasing, Leasingbilanzierung, IASB, DRSC

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