| DRSC-Stellungnahme

DRSC gegen Verschiebung der Änderungen an IFRS 10 und IAS 28

Die Kommentierungsfrist zum ED ist seit dem 9. Oktober 2015 abgelaufen und die Stellungnahmen zeichnen ein geteiltes Bild.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der DRSC hat sich  ─ entgegen des vorläufigen Vorschlags der EFRAG ─ dagegen ausgesprochen, den Übernahmeprozess der Anpassungen, die Bewertung von Beteiligungen at equity (IAS 28) betreffend, zu verschieben.

Das IASB hatte eine „Verschiebung auf unbestimmte Zeit“ der am 11. September 2014 veröffentlichten Änderungen an IFRS 10 und IAS 28  vorgeschlagen. Nachdem am 09. September 2015 die Europäische Beratungsgruppe für Rechnungslegung (EFRAG) in ihrem Entwurf einer Stellungnahme zu ED/2015/7, Effective Date of Amendments to IFRS 10 and IAS 28, noch eine Verschiebung - vorläufig - begrüßt hatte, hat sich der IFRS Fachausschuss (IFRS-FA) des DRSC mit Stellungnahme vom 8. Oktober 2015 gegen eine solche Verschiebung ausgesprochen.

Der Änderungsstandard sollte eigentlich einen bestehenden Widerspruch zwischen dem - durch IFRS 11 ersetzten - SIC 13 und IFRS 10 in Bezug auf die Erfassung nicht realisierter Gewinne aus Transaktionen - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten - zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture klarstellen (speziell IAS 28.31).

Einige Stellungnahmen (u. a. EFRAG) nahmen den Anlass des IASB zur Verschiebung, nämlich den Abschluss des Forschungsprojekts zur equity-Bilanzierung, positiv auf. Andere hingegen, so auch der IFRS-FA, verwiesen hingegen auf die Tatsache, dass die Änderungen bereits den formalen due-process des IASB positiv durchlaufen hätten. Eine Verschiebung auf unbestimmte Zeit wegen eines Forschungsprojekts könne nicht Anlass für eine solche Änderung sein. Letzteres insbesondere nicht vor dem Hintergrund, dass dann eine kurzfristige Änderung nicht zu erwarten sein dürfte. Überdies seien die Anwendungsfälle von IAS 28.31 eher begrenzt.

Die Kommentierungsfrist zum ED ist seit dem 9. Oktober 2015 abgelaufen und die Stellungnahmen zeichnen ein geteiltes Bild, wobei neben dem DRSC auch die ESMA zu den Kritikern einer Verschiebung zählt.

Praxis-Tipp: Die weiteren Entwicklungen beobachten

Ob die Erfassung nicht realisierter Gewinne aus Transaktionen zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture kurz- oder mittelfristig gelöst wird, muss das IASB nun entscheiden. Unternehmen sollten die weitere Entwicklung beobachten.

Quelle: DRSC: IASB Exposure Draft ED/2015/7 Effective Date of Amendments to IFRS 10 and IAS 28

 

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Schlagworte zum Thema:  IFRS, DRSC

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