| Deutscher Corporate Governance Index

Regierungskommission für Vergütungsobergrenze

Die Zeiten unbegrenzt steigender Vorstandsgehälter scheinen vorbei.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat sich dafür ausgesprochen, dass Unternehmen die individuellen Vergütungen von Vorständen sowohl in ihrem Gesamtbetrag als auch in ihren einzelnen Komponenten nach oben begrenzen sollten.

Dies geht aus den neuen Formulierungsvorschlägen für Änderungen am Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) für börsennotierte deutsche Aktiengesellschaften hervor. Noch bis zum 15. März 2013 könne die interessierte Öffentlichkeit die vorgeschlagenen Anpassungen schriftlich kommentieren, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Regierungskommission werde die bis dahin eingegangenen Stellungnahmen in ihrer abschließenden Beratung im Mai 2013 berücksichtigen. Die dann beschlossene Fassung soll mit einer Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger in Kraft treten

Die Kommission wolle bei der Vergütungsbegrenzung jedoch keine Eingriffe in die unternehmensspezifischen Methoden und Systeme der Vorstandsvergütung vorschlagen, heißt es weiter. Neben der Begrenzung solle der Aufsichtsrat ferner die Relation zwischen der Vorstandsvergütung und der Vergütung des oberen Führungskreises und der Gesamtbelegschaft auch in ihrer zeitlichen Entwicklung berücksichtigen.

Für Geschäftsjahre von 2014 an werden ferner Mustertabellen bereitgestellt, um die Vergleichbarkeit der Vergütungsberichte einzelner Unternehmen zu erhöhen. Neu ist dabei auch die Empfehlung, die Ziel-, Minimal- und Maximalwerte der variablen Vergütungen darzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt der Änderungsvorschläge betrifft die Verschlankung und bessere Lesbarkeit des Kodexes.

Schlagworte zum Thema:  Vorstandsvergütung

Aktuell

Meistgelesen