Die Betragsbegrenzung gilt personenbezogen für alle Verluste des einzelnen Steuerpflichtigen, nicht pro Einkunftsart. Das gilt auch bei Personengesellschaften oder -gemeinschaften. Daher gilt in solchen Fällen der Höchstbetrag für jeden Beteiligten. Der Anteil des einzelnen Beteiligten an dem Verlust ergibt sich aus der einheitlichen und gesonderten Feststellung für die Gesellschaft oder Gemeinschaft. Über die Gewährung des Höchstbetrags wird im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung des einzelnen Steuerpflichtigen entschieden.[1] Wegen des allgemeinen Verweises auf § 10d EStG in den gesetzlichen Regelungen über die Verlustverrechnungsbeschränkungen[2] sind diese in die Betragsbegrenzung mit einzubeziehen.[3]

 
Praxis-Beispiel

Begrenzung des Verlustrücktrags

F erzielt im Jahr 2021 Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit i. H. v. 125.000 EUR und einen Verlust aus Gewerbebetrieb i. H. v. 155.000 EUR. Sein Gesamtbetrag der Einkünfte beträgt (125.000 EUR ./. 155.000 EUR =) ./. 30.000 EUR. Im Vorjahr 2020 betrug sein Gesamtbetrag der Einkünfte 30.000 EUR. Das Finanzamt führt den Verlustrücktrag in dieser Höhe durch. F kann den Verlustrücktrag auf Antrag begrenzen, z. B. um sich den Sonderausgabenabzug im Jahr 2020 zu erhalten. Die insoweit nicht zurückgetragenen Beträge gehen in den Verlustvortrag ein.[4]

[1]

Zu Besonderheiten bei der Veranlagung von Ehegatten s. Abschnitt 5.2.

[2]

S. Abschnitt 7.

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