Umlaufvermögen im Abschluss... / 8.2.1 Ausweis
 

Rz. 82

Hinsichtlich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist die Übermittlung der in Abb. 2 genannten Positionen zwingend erforderlich.

 
Ebene Bezeichnung Eigenschaft
4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Summenmussfeld
5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Mussfeld
5 Forderungen aus dem Zentralregulierungs- und Delkrederegeschäft Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
5 Forderungen gegen Gesellschafter Summenmussfeld
6 Forderungen gegen GmbH-Gesellschafter Mussfeld, Kontennachweis erwünscht
6 Forderungen gegen persönlich haftende Gesellschafter Mussfeld
6 Forderungen gegen Kommanditisten und atypisch stillen Gesellschafter Mussfeld
6 Forderungen gegen typisch stille Gesellschafter Mussfeld
6 Forderungen gegen sonstige Gesellschafter Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Forderungen gegen sonstige Gesellschafter, nach Rechtsform des Gesellschafters nicht zuordenbar Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
5

Einzahlungsverpflichtungen persönlich haftender Gesellschafter

und Kommanditisten
Summenmussfeld
6 Einzahlungsverpflichtungen persönlich haftender Gesellschafter Mussfeld
6 Einzahlungsverpflichtungen von Kommanditisten Mussfeld, Kontennachweis erwünscht
5 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Mussfeld, Kontennachweis erwünscht
5 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Mussfeld, Kontennachweis erwünscht
5 Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung und Pensionsansprüche (Mitunternehmer) Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
5 eingeforderte noch ausstehende Kapitaleinlagen Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
5 eingeforderte noch ausstehende Kapitaleinlagen persönlich haftender Gesellschafter Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
5 eingeforderte noch ausstehende Kapitaleinlagen von Kommanditisten Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
5 sonstige Vermögensgegenstände Summenmussfeld
6 Genussrechte Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Einzahlungsansprüche zu Nebenleistungen oder Zuzahlungen Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Genossenschaftsanteile (kurzfristiger Verbleib) Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen (kurzfristiger Verbleib) Mussfeld
6 Umsatzsteuerforderungen Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Körperschaftsteuerüberzahlungen Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Gewerbesteuerüberzahlungen Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Mindersteuern lt. Finanzverwaltung Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Zinsen nach § 233a AO auf Mindersteuern lt. Finanzverwaltung Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 andere Forderungen gegen Finanzbehörden Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Forderungen gegen Sozialversicherungsträger Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Forderungen und Darlehen an Mitarbeiter Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Forderungen und Darlehen an Organmitglieder Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Sonstige Vermögensgegenstände, gegenüber Gesellschafter Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6

Übrige sonstige Vermögensgegenstände / nicht zuordenbare

sonstige Vermögensgegenstände
Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden
6 Übrige sonstige Vermögensgegenstände / soweit aus der/den für die ausländische(n) Betriebsstätte(n) geführten Buchführung(en) nicht anders zuordenbar Rechnerisch notwendig, soweit vorhanden

Abb. 2: Auszug aus der Kerntaxonomie (Version 6.2) für die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

 

Rz. 83

Im Bereich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sieht die Taxonomie der E-Bilanz eine Vielzahl an Pflichtangaben vor, die der HGB-Gesetzgeber von den Bilanzierenden nicht verlangt. Bei einigen Feldern, wie beispielsweise der "Einzahlungsverpflichtung des Kommanditisten", ist die Erbringung eines Kontennachweises ausdrücklich erwünscht. Die Finanzverwaltung empfiehlt für diese Positionen die Übermittlung von Summen-/Saldenlisten der in diese Position einfließenden Konten im XBRL-Format. Die HGB-Taxonomie legt dabei nicht fest, ob die Kontensalden vollständig oder unvollständig (als Erläuterung einer Position) übermittelt werden.

Die Kontoinformationen bestehen aus 4 Angaben:

  • dem Namen der übermittelten Position, in deren Wert das Konto eingeflossen ist,
  • der Kontonummer (eindeutiger Bezeichner/Nummer des Kontos),
  • der Kontobezeichnung (Beschreibung des Kontos in Prosa) und
  • dem Kontosaldo zum Ende-Stichtag der Berichtsperiode.[1]

Trotz der sehr stark differenzierten Untergliederung sieht die Kerntaxonomie noch die Auffangposition "Übrige sonstige Vermögensgegenstände / nicht zuordenbare sonstige Vermögensgegenstände" vor. Auffangpositionen sollen die Einführung der E-Bilanz erleichtern und Eingriffen in das individuelle Buchungsverhalten entgegenwirken.[2] Es ist daher zu erwarten, dass sich der Umfang der Auffangpositionen in...

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