Steuerliche Beurteilung von... / Zusammenfassung
 
Überblick

Nach § 3 Nr. 26 EStG sind bestimmte nebenberufliche Tätigkeiten im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich durch eine spezielle Steuervergünstigung privilegiert. Das ist der sog. Übungsleiterfreibetrag i. H. v. jährlich 2.400 EUR. Es handelt sich um eine Steuerbe­freiung mit einer ähnlichen Wirkung wie eine Betriebsausgaben-/Werbungskostenpauschale (BFH, Urteil v. 22.4.1988, VI R 193/84, BStBl 1989 II S. 288, Rz. 12; FG Berlin-Brandenburg, Urteil v. 5.12.2007, 7 K 3121/05 B, EFG 2008 S. 1535). Der Gesetzgeber will damit in erster Linie gemeinnützige Tätigkeiten, weniger die gemeinnützigen Körperschaften selbst unterstützen, die auf ehrenamtliche Helfer angewiesen sind.

Für vor allem im Nebenberuf bei Vereinen und Verbänden engagierte Mitglieder und Vereinshelfer gibt es außerdem einen speziellen Steuerfreibetrag – das ist der sog. "Ehrenamtsfreibetrag" nach § 3 Nr. 26a EStG i. H. v. jährlich 720 EUR. Schließlich enthält § 3 Nr. 26b EStG eine Steuerbefreiung für Aufwandsentschädigungen nach § 1835a BGB, soweit sie zusammen mit den steuerfreien Einnahmen i. S. d. § 3 Nr. 26 EStG den Übungsleiterfreibetrag von 2.400 EUR nicht übersteigen.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Der "Übungsleiterfreibetrag" ist in § 3 Nr. 26 EStG geregelt, der "Ehrenamtsfreibetrag" in § 3 Nr. 26a EStG, die Steuerfreiheit von Aufwandsentschädigungen als ehrenamtlicher Vormund in § 3 Nr. 26b EStG. Verwaltungsseitige Erläuterungen finden sich u. a. in R 3.26 LStR 2015, H 3.26 und H 3.26a LStH 2020 sowie R 3.26a EStR 2012, H 3.26, H 3.26a und H 3.26b EStH 2019.

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