Steuerliche Beurteilung von... / 1.6 Berücksichtigung des Einnahmen-Freibetrags beim Lohnsteuerabzug

Wird die nebenberufliche Tätigkeit im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses ausgeübt, bleibt der Arbeitslohn bis zum Höchstbetrag von 2.400 EUR lohnsteuer- und auch sozialversicherungsfrei.[1] Bis zur Höhe von 2.400 EUR liegt also kein steuerpflichtiger Arbeitslohn vor. Es handelt sich steuerlich um einen Jahresbetrag, der Freibetrag wird also nicht zeitanteilig aufgeteilt. Der Freibetrag darf auch in voller Höhe berücksichtigt werden, wenn die begünstigte Tätigkeit nur während eines Teils des Jahres ausgeübt wird.[2] Natürlich kann die Steuerbefreiung dann anschließend nicht noch einmal in einem anderen Dienst- oder Auftragsverhältnis berücksichtigt werden. Der Arbeitnehmer hat deshalb dem Arbeitgeber schriftlich zu bestätigen, dass die Steuerbefreiung nicht bereits in einem anderen Dienst- oder Auftragsverhältnis berücksichtigt worden ist oder wird.[3]

Erhält ein Steuerpflichtiger weitere steuerfreie Einnahmen, z. B. Aufwandsentschädigungen oder Reisekostenerstattungen im öffentlichen Dienst, bleiben diese Beträge neben dem Übungsleiterfreibetrag steuerfrei. Das Finanzamt wendet die Steuerbefreiungsvorschriften in der Reihenfolge an, die für den Steuerpflichtigen am günstigsten ist.[4]

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