Soweit sich die steuerliche Beratung auf Sonderausgaben[1], auf Fragen der Einkommensteuerveranlagung[2], des Steuertarifs oder Kindergeldangelegenheiten erstreckt, besteht kein Zusammenhang mit bestimmten Einkünften. Die dafür entstandenen Steuerberatungskosten gehören dann zu den steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen der privaten Lebensführung i. S. d. § 12 Nr. 1 EStG.[3]

 
Achtung

Gebühr für die Erstellung der Einkommensteuererklärung

Die in § 24 Abs. 1 Nr. 1 Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) geregelte Gebühr für die Erstellung der Einkommensteuererklärung ist in vollem Umfang den Kosten für die private Lebensführung des § 12 EStG zuzurechnen, die weder bei den einzelnen Einkunftsarten noch vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden dürfen. Steuerberatungskosten für die Anfertigung der Einkommensteuererklärung stellen auch dann keine Betriebsausgaben dar, wenn die Steuererklärungspflicht ausschließlich auf dem Vorhandensein von Einkünften aus Gewerbebetrieb beruht.[4]

Auch die Kosten für die Anfertigung der Erklärung zur gesonderten Feststellung der Einkünfte ohne Ermittlung der Einkünfte nach § 24 Abs. 1 Nr. 2 StBVV sind ebenso wie die Kosten für die Erstellung der Einkommensteuererklärung als nicht einkünftebezogene Steuerberatungskosten steuerlich irrelevant.[5] Bei der Pflicht zur Abgabe der Feststellungserklärung[6] handelt es sich um eine private Verpflichtung der Beteiligten. Denn sie ist durch die Verpflichtung zur Zahlung der Einkommensteuer, d. h. einer der Privatsphäre des Steuerpflichtigen zuzuordnenden persönlichen Steuer, veranlasst.

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