Nach der zum Ende des Jahres 2019 eingeführten Verlustverrechnungsbeschränkung bei Kapitaleinkünften können Verluste aus dem Ausfall von Kapitalanlagen im Privatvermögen bereits ab dem 1.1.2020 nur i.H.v. 10.000 EUR pro Jahr mit Einkünften aus Kapitalvermögen ausgeglichen werden (§ 20 Abs. 6 Satz 6 EStG). Weiterhin sind ab dem 1.1.2021 Verluste aus Termingeschäften nur bis zu 10.000 EUR im Jahr zu verrechnen (§ 20 Abs. 6 Satz 5 EStG).

Der Bundesrat forderte in seiner Stellungnahme zum Jahressteuergesetz 2020 vom 9.10.2020 die Streichung der Verlustverrechnungsbeschränkung in § 20 Abs. 6 Sätze 5 und 6 EStG, konnte sich aber nicht durchsetzen.

 
Hinweis

Mit Schreiben v. 11.11.2020 (IV C 1 - S 2401/19/10003 :001) gewährt das BMF für die Anwendung der neuen Regelungen beim Kapitalertragsteuerabzug durch die Banken in bestimmten Fällen für die Jahre 2020 und 2021 eine Nichtbeanstandungsregelung, die aber nicht im Rahmen der Veranlagung gilt. Steuerpflichtige sind daher gehalten, ihre Verluste im Rahmen der Veranlagung durch Vorlage von Abrechnungen nachzuweisen (vgl. Rdz. 78 des BMF-Schreibens). Diese sollten Anleger genau prüfen, ebenso ob ihre Verluste (etwa aus Totalverlusten) entsprechend steuerlich berücksichtigt wurden, vgl. dazu auch nachfolgendes Tz. 7.1.5.

 
Hinweis

Durch das Jahressteuergesetz 2020 werden die Höhe der verrechenbaren Verluste aus Termingeschäften und aus dem Forderungsausfall auf 20.000 EUR angehoben (§ 20 Abs. 6 Sätze 5 und 6 EStG).

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