Sonderabschreibung: Vorauss... / 6 Voraussetzung für die Sonderabschreibung: Verbleib in einer inländischen Betriebsstätte

§ 7g Abs. 6 Nr. 2 EStG verlangt, dass das Wirtschaftsgut im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und im darauffolgenden Wirtschaftsjahr in einer inländischen Betriebsstätte des Unternehmers (fast) ausschließlich betrieblich genutzt wird. Diese Voraussetzung kann nur dann erfüllt werden, wenn das Wirtschaftsgut (mindestens) über diesen Zeitraum tatsächlich zum Unternehmen gehört (also im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zuzüglich 12 Monate).

Während dieser Zeit muss das Wirtschaftsgut zum inländischen Betrieb gehören. Ist das nicht der Fall, weil das Wirtschaftsgut z. B. vermietet, verpachtet, veräußert, entnommen oder in eine ausländische Betriebsstätte überführt wird, muss die Sonderabschreibung rückgängig gemacht werden.

Kurzfristige Vermietung bleibt ohne Folgen

Eine kurzfristige Nutzungsüberlassung (Vermietung bis zu maximal 3 Monaten) ist unschädlich. Langfristige Überlassungen, wie z. B. beim Leasing, schließen die Sonderabschreibung aus. Unschädlich ist auch, wenn Fahrzeuge und Transportmittel (Pkw, Lkw, Anhänger, Container usw.) vorübergehend im Ausland eingesetzt werden.[1]

[1] BMF, Schreiben v. 28.8.1991, IV B 3 – InvZ 1010 – 13/91 E, zur vergleichbaren Regelung zur Investitionszulage.

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