Kurzbeschreibung

Die Checklisten Problemfelder und Frühindikatoren unterstützen Sie bei der sorgfältigen Planung und Durchführung von Softwareprojekten.

Vorbemerkung

Eine perfekte Planung ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung von Softwareprojekten. Mit Hilfe der Checkliste Problemfelder stellen Sie sicher, dass alle im Vorfeld anfallenden Aufgaben berücksichtigt werden. Wie Sie rechtzeitig erkennen, ob und wo es Probleme beim Projektablauf gibt, zeigt die Auflistung der Frühindikatoren. Ausführliche Informationen lesen Sie im Beitrag Softwareprojekte effektiv planen.

Zu berücksichtigende Problemfelder und Frühindikatoren

In der Checkliste Problemfelder finden Sie die wesentlichen Kategorien von Aufgaben, die Sie im Vorfeld Ihrer Projektarbeiten ausreichend berücksichtigen müssen, um Probleme zu vermeiden.

Die Checkliste Frühindikatoren soll Ihnen eine Übersicht über die möglichen Anzeichen für Probleme geben, die beim Planen von Softwareprojekten auftreten können. Die Checkliste trägt somit dazu bei, dass Ihre Projekte glatt ablaufen.

Checkliste Problemfelder

Projektumfang und Projektstart: Erledigt
Genaue Definition des zu erreichenden Ziels  
Detaillierungsgrad und "Klarheit" der bestehenden Anforderungen. Überblick über die Komplexität des Projektes  
Berücksichtigung einer möglicherweise mangelhaften Qualifikation des Auftraggebers  
Vollständige und ehrliche Aufwand- und Kostenschätzung  
Berücksichtigung von Technikgläubigkeit und Knopfdruck-Mentalität, auch bei Führungskräften  
Geeignete (!) Mitglieder im Projektteam  
Kostenplanung: Erledigt
Projektcontrolling aufbauen (auch extern, also durch Nicht-Projektmitglieder)  
Prüfung, wo bzw. wann Kosten aus dem Ruder laufen könnten  
Ablaufplanung: Erledigt
Berücksichtigung von Problemfeldern aus früheren Projekten  
Ausführliche Risikobetrachtung: Auswirkungen, Termine, kritische Details  
Ausreichender Zeitrahmen mit Puffern  
Detaillierte Planung der Einzelschritte  
Berücksichtigung von Terminvorgaben (z. B. aufgrund gesetzlicher Änderungen)  
Abstimmung von Vorgehensweisen, Konzepten, Entscheidungen etc.  
Berücksichtigung anderer Projekte (Bindung von Ressourcen, Termine etc.)  
Ausreichende Test-/Pilotphase  
Realistische Einschätzung des Aufwands für Eigenprogrammierung und Bereitstellung benötigter Daten  
Personalressourcen: Erledigt
Sicherstellung einer kompetenten Führung im Projekt  
Bereitstellung ausreichender Personalressourcen mit der benötigten Qualifikation  
Überwachung des Projektablaufs: Erledigt
Auftragsänderungen und nachgeschobene oder geänderte Anforderungen.  
Erkennung und Reaktion auf Verzögerungen (Steuerung bei Zeitüberschreitung)  
Dokumentation aller (!) relevanten Prozesse  
Erkennen von Frühindikatoren für Probleme (siehe unten)  
Umfassende Dokumentation des Projektes: Projekttagebuch, technische Dokumentation, Betriebskonzept  
Realistische Schätzung der Restaufwands  
Zusammenarbeit mit externen Lösungspartnern: Erledigt
Einrichtung eines Auswahlverfahrens für mögliche Anbieter, Kooperationspartner und/oder Consulter (nicht aus dem Bauch entscheiden!)  
Qualifikation der Berater  
Erstellung eines Pflichtenhefts  
Gestaltung eines Vertrags, der Rechte und Pflichten eindeutig regelt und Termine etc. berücksichtigt  
Vereinbarungen zur Kommunikation zwischen Entwickler, Hersteller, Berater und Anwender. Gilt auch für Sub-Unternehmer (Kontrolle der dort geleisteten Arbeitsanteile und terminliche Einplanung)  
Verzögerungen durch Zulieferer vermeiden  
Eigenschaften von Hard- und Software: Erledigt
Unterschied zwischen der versprochenen Leistungsfähigkeit des Produkts und der im Test bzw. im Echtbetrieb festgestellten Leistungsfähigkeit  
Umfassende Berücksichtigung der vorhandenen oder notwendigen technischen Infrastruktur  
Produktionseinführung: Erledigt
Vorhandene Qualifikation der Anwender  
Schulung der Anwender  
Detailplanung der erforderlichen Anpassungen (Schnittstellen)  
Berücksichtigung des Folgeaufwands (Administration, Wartungskosten, Personalaufwand, Schulung, ...)  
Berücksichtigung struktureller Änderungen im Unternehmen durch die Einführung des Systems (Neudefinition von Prozessen, Mitarbeiterqualifikation etc.)  
Berücksichtigung des Datenrückflusses von der Software ins bestehende System und notwendiger Anpassungsaufwand  

Checkliste Frühindikatoren

Nr.

Frage/Frühindikator

Problem

Empfehlung

1 (Vermeintlich) unwichtige Arbeiten werden nach hinten geschoben. Werden vermeintlich unwichtige Dinge mehrfach verschoben, kann dies ein Indikator für eine Fehlplanung sein (Zeitplan zu knapp). Gefahr der Verschleppung von Problemen. Hinterfragen Sie konsequent die Gründe für die Verschiebungen. Es kann sich durchaus um eine sinnvolle Priorisierung der Aufgaben handeln. Unter Umständen ist dies aber auch der Beginn einer Kette von Problemen. Sprechen Sie darüber offen mit den Teammitgliedern.
2 Beteiligte äußern abweichende Vorstellungen über die Anforderungen an das Programm. Unklare Aufträge erschweren die Planung, das Controlling und die Gestaltung des Projekt...

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