Schwarz/Widmann/Radeisen, U... / 2.26 § 27 Abs. 24 UStG: Anwendung der § 3a Abs. 5, § 14 Abs. 7 UStG und § 18 Abs. 4c und 4d UStG
 

Rz. 78

Die Regelung des § 27 Abs. 24 UStG ist gleichfalls mWv 1.1.2019 eingefügt worden.[1] Der neue § 27 Abs. 24 Satz 1 UStG bestimmt, dass die Änderungen des § 3a Abs. 5 UStG und des § 14 Abs. 7 UStG erstmals auf Umsätze anzuwenden sind, die nach dem 31.12.2018 ausgeführt werden. Der neue § 27 Abs. 24 Satz 2 UStG bestimmt, dass die Änderung des § 18 Abs. 4c Satz 1 und Abs. 4d UStG erstmals auf Besteuerungszeiträume anzuwenden ist, die nach dem 31.12.2018 enden.[2] Mit Wirkung vom 1.1.2019 sind durch das oben genannte Gesetz zugleich Vereinfachungen für bestimmte grenzüberschreitende digitale Dienstleistungen geschaffen worden. So sieht der neu eingeführte § 3a Abs. 5 S. 3 UStG die Möglichkeit vor, dass der Leistungsort bei den in § 3a Abs. 5 S. 1 und 2 UStG genannten digitalen Dienstleistungen bei nichtunternehmerischen Abnehmern in anderen Mitgliedstaaten nicht in diese Staaten verlegt wird, sofern die derartigen Umsätze dieses Unternehmers im laufenden und vorangegangenen Kalenderjahr 10.000 EUR nicht überschreiten (§ 3a UStG Rz. 509ff.). § 14 Abs. 7 UStG regelt die bei Umsätzen nach § 3a Abs. 5 UStG anzuwendenden Rechnungsanforderungen neu; ab dem 1.1.2019 sind die Vorschriften zur Rechnungsstellung maßgeblich, die im Mitgliedstaat der Identifizierung des Leistenden gelten. Beide Regelungen stellen zweifellos Vereinfachungen für die betroffenen Unternehmer dar, die für alle Umsätze gelten, die nach dem 31.12.2018 ausgeführt werden.

[1] Durch Art. 9 des Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften v. 11.12.2018, BGBl I 2018, 2338.
[2] So in der Gesetzesbegründung in der BT-Drs. 19/4455,  63.

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