Verpflichtet sich ein Arbeitgeber in einer Vereinbarung über Altersteilzeit, dem jeweiligen Arbeitnehmer in der Freistellungsphase einen bestimmten Prozentsatz des bisherigen Arbeitsentgelts zu zahlen, so ist für diese Verpflichtung bereits während der vorausgehenden Beschäftigungsphase eine ratierlich aufzubauende Rückstellung zu bilden. Denn Verbindlichkeiten, die nach Beendigung eines schwebenden Geschäfts zu erfüllen sind, sind während dessen Laufzeit zu passivieren. Dementsprechend hat der BFH[1] entschieden, dass für Verpflichtungen aus Altersteilzeit im Blockmodell eine höhere Rückstellung zu bilden ist, als die Finanzverwaltung bis dahin zugelassen hat.

Bis zum genannten BFH-Urteil hat die Finanzverwaltung eine Rückstellung erst ab Beginn der Freistellungsphase zugelassen. Dieses BFH-Urteil hat das BMF zum Anlass genommen, die bilanzsteuerliche Berücksichtigung von Altersteilzeitvereinbarungen im Rahmen des sog. Blockmodells in einem BMF-Schreiben zu regeln.[2] Dort hat das Bundesfinanzministerium u. a. Folgendes festgestellt:

Für die Verpflichtung aus vertraglichen Altersteilzeitvereinbarungen, in der Freistellungsphase weiterhin laufende Vergütungen zu zahlen, sind erstmals am Ende des Wirtschaftsjahres, in dem die Altersteilzeit beginnt, Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten zu passivieren.

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