Ein Arbeitnehmer arbeitet nach dem Blockmodell in der Beschäftigungsphase in vollem Umfang und wird in der anschließenden Freistellungsphase vollständig von der Arbeit freigestellt. Die Vergütung während der Altersteilzeit besteht aus dem hälftigen Arbeitslohn sowie einer sog. Aufstockung in Höhe von mindestens 20 % des Vollzeitlohns.

Der Arbeitgeber bekommt die Aufstockungsbeträge nach § 4 AltTZG von der Bundesagentur für Arbeit erstattet, wenn er einen zuvor arbeitslosen Arbeitnehmer einstellt oder einen Auszubildenden im Anschluss an die Ausbildung in ein Beschäftigungsverhältnis übernimmt.[1]

Mit Hinblick auf die buchhalterische Abbildung stellen sich insbesondere die folgenden Fragen:

  • Ist für die Verpflichtung zur Weiterzahlung laufender Vergütungen in der Freistellungsphase eine Rückstellung zu bilden?
  • Sind ggf. zu erwartende Erstattungen durch die Bundesagentur für Arbeit gegen die Rückstellung zu verrechnen oder nicht?
  • Ist ein zusätzlich gewährter Nachteilsausgleich zur Kompensation des geringeren Rentenniveaus zurückzustellen?.

Die buchhalterische Behandlung von Rückstellungen aus Altersteilzeitverhältnissen wurde bzw. wird intensiv diskutiert. Die handelsrechtlichen Auffassungen weichen von der Meinung der Finanzverwaltung und der Gerichte in einigen Punkten ab. Im Folgenden steht die Verwaltungsauffassung[2] und die Auffassung des BFH[3] im Vordergrund. Ergänzend wird auf abweichende Meinungen des handelsrechtlichen Schrifttums hingewiesen. Aufgrund der divergierenden Auffassungen stimmen Alterszeitrückstellung in Handels- und Steuerbilanz i. d. R. nicht überein.

[1] Vgl. § 3 AltTZG.
[3] BFH, Urteil v. 30.11.2005.

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