Reverse Charge bei Bauleist... / 2.5 500-EUR-Grenze beachten

In der Praxis ist des Öfteren zu beobachten, dass Unternehmer, die Bauleistungen an andere bauleistende Unternehmer erbringen, ihre Rechnung generell ohne Umsatzsteuer ausstellen und auf den Übergang der Steuerschuldnerschaft verweisen. Dabei wird übersehen, dass Reparatur- und Wartungsarbeiten an Bauwerken oder Teilen von Bauwerken nach Ansicht der Finanzverwaltung dann keine Bauleistungen darstellen, wenn das (Netto-)Entgelt für den einzelnen Umsatz nicht mehr als 500 EUR beträgt. Wartungsleistungen an Bauwerken oder Teilen von Bauwerken, die einen Netto-Wert von 500 EUR übersteigen, sind danach nur dann als Bauleistung zu behandeln, wenn Teile verändert, bearbeitet oder ausgetauscht werden.[1] Das bedeutet: Hier muss ggf. mit gesondert ausgewiesener Umsatzsteuer abgerechnet werden.

Der leistende Unternehmer wird sich auch nicht darauf berufen können, dass ihm der Leistungsempfänger eine Bescheinigung nach dem Vordruck USt 1 TG vorgelegt hat, da diese lediglich die Bauunternehmereigenschaft des Leistungsempfängers bestätigt, nicht aber, dass die vom leistenden Unternehmer ausgeführte Leistung tatsächlich auch eine Bauleistung ist. Womöglich kommt in diesen Fällen aber die Vereinfachungsregelung nach Abschn. 13b.8 UStAE in Betracht.

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