Preisabweichung / 3 Erfassung und Verrechnung von Preisabweichungen auf Basis von Verrechnungspreisen

Um die innerbetriebliche Kostenkontrolle von störenden Preisschwankungen der Beschaffungsmärkte freizuhalten und geplante relevante Kosten bestimmen zu können, werden im System der flexiblen Plankostenrechnung die von außen bezogenen Produktionsfaktoren mit geplanten Verrechnungspreisen bewertet.[1] Die Preisabweichungen ergeben sich dann durch folgende Rechnung:[2]

 
  Istmenge × Planpreis  
Istmenge × Istpreis  
= Preisabweichung  

Die Weiterverrechnung der Kosten mit Planpreisen erfolgt vor allem für Werkstoffe und Arbeitsleistungen, d. h. für solche Produktionsfaktoren, die

  • ein fest umrissenes Mengengerüst haben (das ist z. B. bei Dienstleistungen nicht der Fall),
  • regelmäßig in größeren Mengen bezogen werden (das trifft z. B. für Güter des Anlagevermögens nicht zu),
  • so bedeutsam sind, dass durchschlagende Preisschwankungen die innerbetriebliche Kostenkontrolle beeinträchtigen würden.

Die Verwendung geplanter Verrechnungspreise führt dann dazu, dass in einer Plankostenrechnung laufend Preisabweichungen, d. h. Differenzen aus Ist- und Planpreisen, entstehen.

[1] In der Praxis lässt sich diese Forderung meist nicht vollständig erfüllen, da es in der Regel Produktionsfaktoren gibt, für die es nicht möglich oder nicht wirtschaftlich ist, sie in das Planpreissystem einzubeziehen.
[2] Bei dieser in der Praxis verbreiteten Methode ist die gemischte Abweichung in der Preisabweichung enthalten.

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