Potenzialanalyse / 3 So gestaltet man die Potenzialanalyse!

Der Aufbau der Potenzialanalyse erfolgt in mehreren Schritten.

Schritt 1 Vorarbeiten:

  • Sammlung aller relevanten Faktoren, die Stärken oder Schwächen darstellen.
  • Verdichtung der einzelnen Faktoren auf die wesentlichen Faktoren (durch Cluster-Bildung).
  • Bewertung der strategischen Erfolgsfaktoren.
  • Bestimmung der wichtigsten Wettbewerber und deren Marktstellung.
  • Durchführung der Potenzialanalyse für das eigene Unternehmen.

Schritt 2 Durchführung:

  • Herausarbeiten der relevanten Schlüsselfaktoren.
  • Bewertung der eigenen Unternehmensposition gegenüber dem wichtigsten Wettbewerber im Hinblick auf die einzelnen Schlüsselfaktoren.
  • Visualisierung durch Abbildung in einem Stärken-Schwächen-Diagramm.

Schritt 3 Auswertung:

  • Zahl und Stärke der Ausprägung der genutzten Potenziale sind Indikatoren für die Lebenskraft des Unternehmens.
  • Die Differenz zwischen genutzten und ungenutzten Potenzialen zeigt Chancen. Bei einer schwachen Differenz hat das Unternehmen die Potenziale bereits weitgehend ausgeschöpft, oder es fehlt die Fähigkeit zu einer stärkeren Profilierung.
  • Der Vergleich der Schlüsselfaktoren zu den Stärken zeigt, ob die Stärken des Unternehmens auch strategische Erfolgsfaktoren darstellen.

Die Bewertung der herausgearbeiteten Schlüsselfaktoren erfolgt in der Weise, dass die relative Position des eigenen Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerb vorgenommen wird. Die Bewertung selbst erfolgt dabei mit einer einfachen Skalierung von z. B. + 3 bis – 3. Die Position des Wettbewerbers wird durch die Null-Linie gekennzeichnet.

 
Achtung

Stärken-Schwächen-Profil

Mit dieser Bewertung ergibt sich für die erarbeiteten Schlüsselfaktoren ein Stärken-Schwächen-Profil. Positive Positionierungen in Relation zum Wettbewerb stellen Stärken, d. h. Potenziale dar, negative Positionierungen Schwächen.

Methodisch lässt sich die Potenzialanalyse mit Hilfe der Moderationstechnik erarbeiten. Sammlung von möglichen Einflussfaktoren zunächst in unstrukturierter Form, z. B. durch Brainstormingtechniken, Bildung von Clustern und anschließende Systematisierung, charakterisiert die grundsätzliche Vorgehensweise.

In der Auswertung der Daten und der Beurteilung der Einflussnahme auf die eigene Unternehmensposition liegt die eigentliche Problematik. Die Auswirkungen der komplex einwirkenden verschiedenen Faktoren lassen sich kaum allein in quantitativen Größen messen.

Da die Stärken und Schwächen eines Unternehmens relativ zu sehen sind, wird als Maßstab zur Bewertung der wichtigste Wettbewerber des Unternehmens herangezogen. Kann eine eindeutige Benennung des wichtigsten Wettbewerbers nicht erfolgen, ist die wichtigste Wettbewerbergruppe als Maßstab zu nehmen.

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