Personengesellschaft / 3.3 Unentgeltliche Leistungen

Unentgeltliche Leistungen der Perso­nengesellschaft an Gesellschafter sind als sog. Wertabgabe zu besteuern, wenn die Gesellschaft hinsichtlich der zugewendeten Leistung selbst zum Vorsteuerabzug berechtigt war (§ 3 Abs. 1b, 9a UStG). Auch hier errechnet sich die Umsatzsteuer von der Mindestbemessungsgrundlage.

 
Praxis-Beispiel

Unentgeltliche Pkw-Überlassung

Eine KG überlässt einem ihrer Gesellschafter einen firmeneigenen Perso­nenkraftwagen zur privaten Nutzung, ohne hierfür ein Entgelt zu verlangen.

Die Bemessungsgrundlage für die besteuernde Wertabgabe berechnet sich nach § 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG nach dem auf die Privatnutzung des Pkw entfallenden Anteil der vorsteuerabzugsberechtigenden Pkw-Ausga­ben, z. B. Kraftstoff, Öl, Reparaturen, Abschreibung mit 5 Jahren. Aus Vereinfachungsgründen lässt es die Verwaltung zu, hier den Wert nach der sog. 1 %-Regelung vom Bruttolistenpreis zu berechnen, abzüglich eines Abschlags von 20 % für die nicht vorsteuerbelasteten Kosten. Der für vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2021 angeschaffte oder geleaste Elektro- und Hybridfahrzeuge eingeführte halbierte Satz von 0,5 % des Bruttolistenpreises bzw. der ab 2020 geltende geviertelte Satz (0,25 % des Bruttolistenpreises) gilt umsatzsteuerlich nicht. Hier bleibt es bei der 1 %-Regelung.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Finance Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Finance Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge