Bemessungsgrundlage für den Versorgungsfreibetrag sind bei "Bestandspensionären" mit Versorgungsbeginn vor 2005 die Versorgungsbezüge für den Monat Januar 2005, multipliziert mit 12 zzgl. voraussichtlicher Sonderzahlungen im Kalenderjahr, z. B. Weihnachtsgeld, auf das zu diesem Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht.[1] Aus Vereinfachungsgründen können die Sonderzahlungen 2004 berücksichtigt werden.[2]

 
Praxis-Beispiel

Berechnung des Versorgungsfreibetrags bei Bestands-Pensionären

A bezieht seit Juli 2004 eine Beamtenpension. Die Versorgungsbezüge für den Monat Januar 2005 betrugen 2.500 EUR. Im Jahr 2020 erhielt A Versorgungsbezüge von insgesamt 35.000 EUR.

Es ist wie folgt zu rechnen:

 
Brutto-Versorgungsbezüge 35.000 EUR
./. Versorgungsfreibetrag: 40 % von 35.000 EUR = 14.000 EUR maximal ./. 3.000 EUR
./. Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag ./. 900 EUR
./. Werbungskosten-Pauschbetrag ./. 102 EUR
= Einkünfte aus nichtselbstständiger ­Arbeit 30.998 EUR

Der aus dem 12-Fachen des Versorgungsbezugs für den Monat Januar 2005 zzgl. Sonderzahlungen ermittelte Versorgungsfreibetrag ändert sich in den Folgejahren nicht mehr, wird also für die gesamte Dauer der Pension festgeschrieben. Bestandspensionäre sind vom Abschmelzen des Versorgungsfreibetrags nicht betroffen.[3]

[2] BMF, Schreiben v. 19.8.2013, IV C 3 – S 2221/12/10010: 004, IV C 5 – S 2345/08/0001, BStBl 2013 I S. 1087, Rz. 171.

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