Ort der sonstigen Leistung / 3.11.1 Leistungen bis 31.12.2014

Führt ein Unternehmer, der sein Unternehmen vom Drittlandsgebiet aus betreibt, eine auf elektronischem Weg ausgeführte Leistung an einen Leistungsempfänger, der kein Unternehmer ist oder die Leistung nicht für sein Unternehmen bezieht oder an eine nichtunternehmerische juristische Person ohne USt-IdNr. im Gemeinschaftsgebiet aus, war der Ort der sonstigen Leistung nach § 3a Abs. 5 UStG a. F. dort, wo der Leistungsempfänger ansässig ist.

 
Praxis-Tipp

Übertragung der Steuerschuldnerschaft

War der inländische Leistungsempfänger Unternehmer, bezog die elektronische Dienstleistung des Unternehmers aus dem Drittlandsgebiet aber nicht für sein Unternehmen, war der Ort nach § 3a Abs. 5 UStG in Deutschland. Da die Leistung von einem ausländischen Unternehmer ausgeführt wurde und der Leistungsempfänger Unternehmer war, wurde der Leistungsempfänger zum Steuerschuldner nach § 13b Abs. 2 Nr. 1 UStG. Dass er die Leistung nicht für sein Unternehmen bezog, war unerheblich.[1] Ein Vorsteuerabzug schied aus, da kein Bezug für das Unternehmen vorlag.

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