Rz. 47

Nach § 9 Abs. 1 PublG haben die gesetzlichen Vertreter eines unter das Publizitätsgesetz fallenden Unternehmens (§§ 1, 2 PublG) für dieses den Jahresabschluss und die sonst in § 325 Abs. 1 HGB bezeichneten Unterlagen, soweit sie aufzustellen sind, in sinngemäßer Anwendung der §§ 325 Abs. 12b, 46, 328 HGB offenzulegen. Auch die Regelungen in § 329 Abs. 1, 4 HGB über die Prüfungs- und Unterrichtungspflicht des Betreibers des Bundesanzeigers gelten sinngemäß. Nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 PublG gilt dies nicht für Personenhandelsgesellschaften, für die ein Abschluss nach §§ 264a oder264b HGB aufgestellt wird.

Nach § 4 Abs. 1 PublG sind gesetzliche Vertreter bei einer juristischen Person die Mitglieder des vertretungsberechtigten Organs, bei einer Personenhandelsgesellschaft der oder die vertretungsberechtigten Gesellschafter.

 

Rz. 48

Die Offenlegung erfolgt demnach weitgehend nach den Grundsätzen für Kapitalgesellschaften, d. h., die erforderlichen Unterlagen sind elektronisch zunächst beim Betreiber des Bundesanzeigers einzureichen und im Bundesanzeiger bekannt zu machen. Auch für die Nachreichung von Änderungen gelten die oben dargestellten Grundsätze.

 

Rz. 49

Die Einreichung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger hat innerhalb einer Frist von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag zu erfolgen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Finance Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Finance Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge