6.1 Arbeitnehmer muss den Minijob nicht in seiner Einkommensteuererklärung angeben

Der Minijob ist ein Teilzeit-Arbeitsverhältnis mit einem Monatslohn von maximal 450 EUR. Die Besonderheit besteht darin, dass der Arbeitgeber statt der üblichen Lohnnebenkosten vom Arbeitsentgelt nur die pauschalen Beträge zu zahlen hat. Die 450-EUR-Grenze ist eine monatliche Obergrenze. Das bedeutet, dass auch ein niedrigerer Arbeitslohn vereinbart werden kann. Mit der Vereinbarung eines Minijobs kann erreicht werden, dass mit der pauschalen Lohnsteuer von 2 % die Besteuerung abgeschlossen ist, d. h., der Verdienst aus dem Minijob wird nicht in die Einkommensteuererklärung einbezogen. Der Minijob kann mit einem Hauptarbeitsverhältnis oder einer kurzfristigen Beschäftigung kombiniert werden.

Abb. 2: Behandlung von Minijobbern

6.2 Arbeitgeber kann bei Krankheit Lohnkosten von der Minijobzentrale zurückholen

Zuständig für die Minijobs und die Anmeldung und Abführung der pauschalen Beträge ist die Knappschaft-Bahn-See. Informationen und Formulare können unter der Internetadresse www.minijob-zentrale.de abgerufen werden.

 
Wichtig

Minijobber haben Anspruch auf Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Arbeitgeber haben gegenüber Minijobbern grundsätzlich dieselben Verpflichtungen wie bei jedem anderen (Teilzeit-)Arbeitsverhältnis auch. Der Minijobber hat Anspruch auf Urlaub und im Krankheitsfall auch Anspruch auf Lohnfortzahlung. Bei einer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kann der Arbeitgeber sich allerdings 80 % der Lohnkosten von der Minijob-Zentrale zurückholen.

 
Hinweis

Steuerermäßigung bei haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen

Handelt es sich um ein haushaltsnahes Beschäftigungsverhältnis, kommt ggf. eine Steuerermäßigung als Abzug von der Steuerschuld in Betracht.

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