Kompaktübersicht: Steuerges... / Minijobs
 
Norm Erläuterung Inkrafttreten Änderungsgesetz Verfahrensstand
 

Für Beschäftigte in der Gleitzone (400,01 bis 800,00 EUR) gilt der neue Gleitzonenfaktor 0,7491, der sich am allgemeinen einheitlichen Beitragssatz für die Krankenversicherung orientiert. Die Formel kann verkürzt wie folgt verwendet werden:

Gleitzonenentgelt = 1,2415 * Arbeitsentgelt - 193,20
1.1.2012 Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2012 (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2012) vom 2.12.2011 Verkündet am 6.12.2011 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2421
 
Der Umlagesatz U1 steigt von 0,6 auf 0,7 %. Die Umlage U1 sieht eine Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit i. H. v. 80 % vor. Die Mittel werden allein von den beteiligten Arbeitgebern durch gesonderte Umlagen für Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall aufgebracht.
Der Umlagesatz zur U2 bleibt unverändert, die Beiträge zur Erstattung von 100 % der Arbeitgeberaufwendungen bei Mutterschaft und Beschäftigungsverboten sind weiterhin i. H. v. 0,14 % des Bruttoentgelts zu zahlen.
Die auch bei den geringfügig Beschäftigten fällige Insolvenzgeldumlage beträgt 0,04 % statt 0 %.
Zusammen mit der Anhebung der Umlagebeiträge zur U1 entsteht so eine Mehrbelastung von insgesamt 0,5 Prozentpunkten. Ausgenommen von der Insolvenzgeldumlage sind die Beschäftigungen im Privathaushalt.
  Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung sinkt von 19,9 auf 19,6 %. Damit wird der Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit durch Beitragsaufstockung für Minijobber günstiger, um den Erwerb des vollen Schutzes der gesetzlichen Rentenversicherung zu erreichen. Der Betrag verringert sich auf 4,6 % (2011: 4,9) % des Arbeitsentgelts und 14,6 (2011: 14,9) % bei Minijobs in Privathaushalten). Verzichtet ein Minijobber schriftlich gegenüber seinem Arbeitgeber auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung und zahlt freiwillig eigene Beiträge, erwirbt er vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung. Er kann damit alle Wartezeiten erlangen (früherer Rentenbeginn), Ansprüche auf Leistungen zur Teilhabe an Rehabilitation erwerben und den Versicherungsschutz für die Renten wegen Erwerbsminderung günstig begründen oder aufrecht erhalten. Ein weiterer Vorteil ist die Erfüllung von Zugangsvoraussetzungen zur Riester-Rente. Ab 2012 Verordnung zur Bestimmung der Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung für das Jahr 2012 - Beitragssatzverordnung 2012 - BSV 2012 vom 19.12.2011 Verkündet am 21.12.2011 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2795
  Änderung bei Mini-Jobs: 1.1.2013 Gesetz zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung vom 5.12.2012 Verkündet am 13.12.2012 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2474
  Anhebung der Entgeltgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigungen von bisher 400 auf 450 EUR brutto monatlich ab dem 1.1.2013.  
  Das bisherige Regel-Ausnahme-Verhältnis hinsichtlich der Rentenversicherungspflicht wird entgegengesetzt angewendet. Geringfügig entlohnte Arbeitnehmer werden grundsätzlich der Rentenversicherungspflicht unterworfen. Sie erhalten die Möglichkeit, sich davon befreien zu lassen.  
  Für vor 2013 bestehende Beschäftigungsverhältnisse bleibt der rentenversicherungsrechtliche Status bestehen, hier kann ab 2013 Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung gewählt werden.      
  Anwendungserlass: GKV-Spitzenverband, Deutsche Rentenversicherung Bund, Bundesagentur für Arbeit 19.12.2012, Versicherungs-, beitrags- und melderechtliche Behandlung von Beschäftigungsverhältnissen in der Gleitzone      
  Änderung bei Midi-Jobs:      
  Als Folgeänderung aus der Anhebung der Entgeltgrenze auf 450 EUR wird die Gleitzone von bisher 400 auf 450 EUR von 800 auf 850 EUR im Monat erhöht. Dazu wird die Berechnungsformel entsprechend angepasst.      
  Für vor 2013 Beschäftigte in der Gleitzone über 400 bis 450 EUR gilt die frühere Regelung bis zum 31.12.2014 weiter.      
    – Gleitzonenentgelt = 1,2395 * Arbeitsentgelt - 191,60      
    – mit Lohn oberhalb der Gleitzone von 800 bis 850 EUR bleibt es bei Anwendung des 2012 geltenden Rechts. Diese Midi-Jobber können bis Ende 2014 die Anwendung der neuen Gleitzonenregelung wählen.      
    – in der früheren Gleitzonenbereich 400 bis 800 EUR. Sie sind für 2 Jahre von der Befreiungsmöglichkeit ausgeschlossen.      
 

Für Beschäftigte in der Gleitzone (450,01 bis 850,00 EUR) gilt der neue Gleitzonenfaktor 0,7491, der sich am allgemeinen einheitlichen Beitragssatz für die Krankenversicherung orientiert. Die Formel kann verkürzt wie folgt verwendet werden:

Gleitzonenentgelt = 1,2716875 * Arbeitsentgelt - 230,934375
1.1.2013 Gesetz zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung vom 5.12.2012 Verkündet am 13.12.2012 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2474
 

Für Bestandsfälle gilt in der Übergangsphase von zwei Jahren

Gleitzonenentgelt = 1,2415 * Arbeitsentgelt - 193,20

Das ergibt bei einem Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von ...

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