Kompaktübersicht: Steuerges... / Kindergeld, Kinderfreibetrag
 
Norm Erläuterung Inkrafttreten Änderungsgesetz Verfahrensstand
§ 9 Abs.6 EStG und § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2b EStG, § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2b BUKGG Zur Abgrenzung zwischen Erst- und Zweitausbildung gibt es eine Neudefinition der "erstmaligen Berufsausbildung". Diese enthält die gesetzliche Zielrichtung und Mindestanforderungen. Es bedarf eines "Qualitätsnachweis" durch eine Abschlussprüfung und einer Mindestdauer der Ausbildung von 12 Monaten. Eine steuerliche Berücksichtigung von Kindern ist auch während einer max. 4-monatigen Zwangspause zwischen zwei Ausbildungsabschnitten möglich; dies wurde auf die Ableistung des freiwilligen Wehrdienstes erweitert. Der freiwillige Wehrdienst selbst ist aber weiterhin nicht zu berücksichtigen. 1.1.2015 ZollkodexAnpG Verkündet am 30.12.2014 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2417
BUKGG Um Missbrauchsfällen vorzubeugen ist für den Bezug von Kindergeld künftig die Angabe der Steuer-Identifikationsnummer nach § 139b AO für die Antragsteller und für das Kind erforderlich. 1.1.2015 Gesetz zur Änderung des Freizügigkeitsgesetzes

Bundestagsbeschluss vom 6.11.2004 und Zustimmung Bundesrat vom 28.11.2014.

Verkündet am 8.12.2014 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 1922
§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2b EStG, § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2b BUKGG

Die folgende Freibeträge bzw. zu zahlenden Beträge werden an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst.

Kinderfreibetrag (je Elternteil):

in 2015 von 2.184 EUR um 72 EUR auf 2.256 EUR,

in 2016 von 2.256 EUR um 48 EUR auf 2.304 EUR.

Der zusätzliche Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf mit 1.320 EUR je Kind bleibt unverändert.

Kindergeld:

in 2015 je Kind und Monat eine Erhöhung um 4 EUR auf dann 188 EUR für das 1. und 2. Kind, 194 EUR für das 3. Kind bzw. 219 EUR ab dem 4. Kind;

in 2016 je Kind und Monat eine Erhöhung um 2 EUR auf dann 190 EUR für das 1. und 2. Kind, 196 EUR für das 3. Kind bzw. 221 EUR ab dem 4. Kind.

Ab 1.7.2016 ist zudem eine Erhöhung des Kinderzuschlags von 140 EUR um 20 EUR auf 160 EUR geplant.

Auch eine Anhebung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende (§ 24b EStG) von 1.308 EUR um 600 EUR auf 1.908 EUR, sowie für zusätzliche 240 EUR je weiteres Kind wurde beschlossen.

Für die rückwirkende Kindergelderhöhung in 2015 bzw. die daraus resultierenden Nachzahlungen wird eine Anrechnung auf die Höhe von Sozialleistungen bzw. den Kindesunterhalt ausgeschlossen.
VZ 2015 bzw. 2016 Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags vom 16.7.2015.

Existenzminimumbericht des Bundeskabinetts vom 28.1.2015, Referentenentwurf vom 6.3.2015, Beschluss Bundeskabinett vom 25.3.2015, Gesetzesentwurf vom 20.4.2015, zustimmende Stellungnahme durch Bundesrat am 8.5.2015, Beschluss des Bundestags vom 18.6.2015 und Beschluss des Bundesrats vom 10.7.2015.

Verkündet am 22.7.2015 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 1202.
diverse Gesetze Aktuell wird das Kindergeld für die Beschäftigten des Bundes von ca. 8.000 unterschiedlichen Kindergeldkassen ausgezahlt. Geplant ist, dass hierfür zentral die Bundesagentur für Arbeit oder das Bundesverwaltungsamt zuständig sein soll. Angestrebt werden damit eine einheitliche Rechtsanwendung und ein geringerer Verwaltungsaufwand. Unverändert bleibt das System der Familienkassen für alle übrigen Kindergeldberechtigten. 1.1.2019 bzw. 1.1.2022 Gesetzes zur Beendigung der Sonderzuständigkeit der Familienkassen des öffentlichen Dienstes im Bereich des Bundes v. 8.12.2016 Gesetzentwurf der Bundesregierung v. 22.8.2016. Verkündet am 13.12.2016 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2835.
§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2b EStG, § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2b BUKGG

Die folgende Freibeträge bzw. zu zahlenden Beträge werden an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst.

Kinderfreibetrag (je Elternteil):

in 2017 von 2.304 EUR um 54 EUR auf 2.358 EUR,

in 2018 von 2.358 EUR um 36 EUR auf 2.394 EUR.

Kindergeld:

in 2017 je Kind und Monat eine Erhöhung um 2 EUR auf dann 192 EUR für das 1. und 2. Kind, 198 EUR für das 3. Kind bzw. 223 EUR ab dem 4. Kind;

in 2018 je Kind und Monat eine Erhöhung um 2 EUR auf dann 194 EUR für das 1. und 2. Kind, 200 EUR für das 3. Kind bzw. 225 EUR ab dem 4. Kind.

Ebenso ist eine Erhöhung des Kinderzuschlags von 160 EUR um 10 EUR auf 170 EUR geplant.
VZ 2017 bzw. 2018

Wurde mit aufgenommen in das:

Gesetz zur Umsetzung der Änderungen der EU-Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und -verlagerungen
Beschluss des Bundeskabinetts vom 5.10.2016. Beschluss Bundestag v. 1.12.2016 und Zustimmung im Bundesrat am 16.12.2016.
diverse §§ im BUKGG und EStG

Damit soll eine Anpassung des Kindergeldes an die Lebenshaltungskosten des Wohnsitzstaates möglich werden. Dies ist vorgesehen für Kinder, für die zwar in Deutschland ein Kindergeldanspruch besteht, deren Wohnsitz sich aber in einem anderen EU-Mitgliedstaat befindet.

Ferner soll es eine zeitliche Begrenzung für einen rückwirkenden Kindergeldantrag von 6 Monaten geben. Um Missbrauch zu vermeid...

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