Auf Seite 3 des Vordrucks ist durch Ankreuzen anzugeben, welche Anlagen dem Vordruck KSt 1 beigefügt werden. Der Vordruck KSt 1 enthält nur allgemeine Angaben, nicht die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens. Dies geschieht in der Anlage ZVE, die die Ergebnisse der übrigen Anlagen aufnimmt. Die Anlagen bilden einen Teil der Steuererklärung. Die Unterschrift des Stpfl. gilt auch für den Inhalt der Anlagen.

Bei der Aufzählung der Anlagen wird auch auf die Anlage EÜR verwiesen, die für die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG zu benutzen ist. Diese Art der Gewinnermittlung kommt für Körperschaften in Betracht, die anders als Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und VVaG, auch andere Einkunftsarten als Einkünfte aus Gewerbebetrieb haben können. Für Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und VVaG kommt die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG regelmäßig nicht in Betracht, da diese Körperschaften Kaufmann kraft Rechtsform und daher bilanzierungspflichtig nach den §§ 238 ff. HGB sind. Eine Einnahme-Überschussrechnung ist aber bei Betrieben gewerblicher Art möglich, wenn diese zwar gewerbliche Einkünfte erzielen, aber nicht nach Handelsrecht buchführungspflichtig sind. Für Steuerpflichtige, die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermitteln, besteht nach § 60 Abs. 4 EStDV die Verpflichtung, einen amtlich vorgeschriebenen Vordruck (Anlage EÜR) zu verwenden.[1]. Diese Verpflichtung beruht auf einer gültigen Rechtsgrundlage.[2]

Neben den Anlagen sind der Steuererklärung alle Unterlagen beizufügen, die für die Steuerfestsetzung von Bedeutung sind, wenn sie dem Finanzamt noch nicht vorliegen. Jährlich einzureichen sind danach:

  • die unverkürzte Handelsbilanz und gegebenenfalls Steuerbilanz auf den Abschlusszeitpunkt des Wirtschaftsjahrs, dessen Ergebnis im Veranlagungszeitraum 2018 erfasst wird, in Form der E-Bilanz (Wirtschaftsjahr 2018 bzw. abweichendes Wirtschaftsjahr 2017/2018; Rumpfwirtschaftsjahr, das im Jahr 2018 endet);
  • die dazugehörige unverkürzte Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der E-Bilanz;
  • bei Betrieben gewerblicher Art, die den Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermitteln, stattdessen die Einnahme-Überschussrechnung;
  • der Anhang zum Jahresabschluss, der Lagebericht, Jahresberichte (Geschäftsberichte) und Prüfungsberichte;
  • der Beschluss des Vorstands und Aufsichtsrats über die Feststellung der Bilanz, die Niederschrift über die Haupt- oder Gesellschafterversammlung, der Beschluss über die Ergebnisverwendung.

Nur einzureichen, soweit noch nicht im Besitz der Finanzbehörde, sind folgende Unterlagen:

  • Gesellschaftsvertrag oder Satzung; Änderungen von Gesellschaftsvertrag oder Satzung;
  • Gewinnabführungsvertrag, Beherrschungsvertrag, sonstige Unternehmensverträge;
  • im Fall von Verschmelzungen: Verschmelzungsvertrag, Verschmelzungsbeschluss, Verschmelzungsbilanzen und entsprechende Prüfungsberichte;
  • im Fall von Spaltungen: Spaltungsbeschluss, Spaltungs- und Übernahmevertrag bzw. Spaltungsplan, Spaltungsbilanzen und entsprechende Prüfungsberichte;
  • im Fall von formwechselnden Umwandlungen: Formwechselbeschluss, Vermögensaufstellung und etwaige steuerrechtliche Umwandlungsbilanzen, dazugehörende Prüfungsberichte.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Finance Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Finance Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge