In diese Zeile ist der Betrag der Schlussauskehrung einzutragen. Dies ist das auszukehrende Eigenkapital gem. der Liquidationsschlussbilanz. Mit dieser Auszahlung wird das Eigenkapital vollständig an die Anteilseigner zurückgeführt.

Maßgeblich ist das ausgeschüttete Eigenkapital aufgrund der Liquidationsschlussbilanz. Es wird also unterstellt, dass die Verwendung des steuerlichen Einlagekontos unmittelbar nach Abschluss der Liquidation (Zeitpunkt der Schlussbilanz) und damit des letzten Besteuerungszeitraums erfolgt. Dadurch können Vermögensmehrungen bis zur Aufstellung der Liquidationsbilanz, die in den Auskehrungen enthalten sind, auch bei dem Stand des steuerlichen Einlagekontos und damit bei der Finanzierung der Auskehrungen berücksichtigt werden. Da in der Liquidationsschlussbilanz alle Wirtschaftsgüter versilbert sein werden und bei noch vorhandenen Wirtschaftsgütern die stillen Reserven aufzudecken sind, stellt dieses Eigenkapital das gesamte zur Verteilung stehende Eigenkapital dar. Es enthält Nennkapital, sonstige Einlagen, Gewinnrücklagen und den Liquidationsgewinn. Die Körperschaftsteuer ist durch eine Rückstellung zu berücksichtigen. Der Betrag ist vermindert um Vorabauskehrungen während des Liquidationsverfahrens.

Die Entwicklung in den Zeilen 119ff. ist daher nicht mehr Teil des letzten Besteuerungszeitraums, sondern erfolgt unmittelbar danach.

Die Angaben sind daher nur "nachrichtlich" und nicht mehr Teil der gesonderten Feststellung auf den Schluss des Besteuerungszeitraums (Zeile 118).[1]

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