Ein Gebäude oder Anbau bzw. Umbau wird dem Betriebsvermögen zugerechnet, wenn es betrieblichen Zwecken dient oder zu dienen bestimmt ist. Die Grundstücke bzw. Gebäudeteile müssen ausschließlich und unmittelbar eigenbetrieblichen Zwecken dienen.[1] Ein Gegenstand kann jedoch dem Betriebsvermögen zugeordnet werden, wenn er als sog. gewillkürtes Betriebsvermögen angesehen werden kann.

Zur Bildung von gewillkürtem Betriebsvermögen muss in jedem Fall eine betriebliche Veranlassung vorhanden sein. Der Unternehmer muss darlegen, welche vernünftigen wirtschaftlichen Überlegungen ihn veranlasst haben, das Wirtschaftsgut als Betriebsvermögen zu behandeln.[2]

Die Abgrenzung zwischen Herstellungskosten sowie Erhaltungsaufwand ist auch bei Bauten auf fremden Grundstücken zu beachten.

[2] BFH, Urteil v. 24.2.2000, BStBl II S. 650, R 4.2 Abs. 9 EStR.

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