Firmen-Pkw, Überlassung an ... / 6 Unterschiede zur Überlassung an Arbeitnehmer

Überlässt der Unternehmer seinem Arbeitnehmer einen Firmenwagen, erfolgt die private Nutzung im Rahmen des Arbeitsverhältnisses. Die Überlassung des Firmenwagens an den Arbeitnehmer hat die folgenden Konsequenzen:

  • Für den Arbeitnehmer stellt die Möglichkeit der Privatnutzung des Firmenwagens einen geldwerten Vorteil (Sachbezug) dar.
  • Der Arbeitnehmer erhält diesen Vorteil, weil er seinem Arbeitgeber dafür seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt.
  • Der Vorteil der privaten Pkw-Nutzung ist deshalb beim Arbeitnehmer als Arbeitslohn (Sachbezug) zu versteuern.
  • Die Höhe des Sachbezugs richtet sich nach § 8 Abs. 2 EStG.
  • Da die private Nutzung durch den Arbeitnehmer als Arbeitslohn zu erfassen ist, handelt es sich für den Unternehmer insgesamt um einen betrieblichen Vorgang.
  • Für den Unternehmer liegt aus diesem Grund immer eine 100 %ige betriebliche Nutzung vor.

Der Unternehmer erfasst den geldwerten Vorteil beim Arbeitnehmer gem. § 8 Abs. 2 EStG. Dabei sind die Fahrten wie folgt anzusetzen:

  • Die allgemeine Privatnutzung ist

    • pauschal mithilfe der 1 %-Methode, also mit 1 % vom Bruttolistenpreis des Firmenwagen zuzüglich Sonderausstattung, als monatlicher Arbeitslohn anzusetzen (für Elektro- bzw. Plug-In-Hybridfahrzeuge gelten abweichende Regelungen), oder
    • mit den tatsächlichen Kosten, die auf die Privatfahrten entfallen; diese Variante ist nur möglich, wenn der Arbeitnehmer ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch führt, aus dem die Zusammensetzung der Fahrten ersichtlich ist (auch hier gelten für Elektro- bzw. Plug-In-Hybridfahrzeuge abweichende Regelungen).
  • Die Strecke zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte (erster Tätigkeitsstätte) ist zusätzlich entweder pauschal oder mit den tatsächlichen Kosten als Arbeitslohn anzusetzen und
  • Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung sind nur dann anzusetzen, wenn der Arbeitnehmer pro Woche mehr als eine Fahrt unternimmt – nur darüber hinausgehende Fahrten sind beim Arbeitslohn zu erfassen.

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