Solche Wirtschaftsgüter, für die ein Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen wurde, müssen im Jahr der Anschaffung und im nachfolgenden Jahr ausschließlich oder fast ausschließlich betrieblich genutzt werden. Das ist der Fall, wenn die private Nutzung durch den Unternehmer nicht mehr als 10 % beträgt. Der Unternehmer hat in begründeten Zweifelsfällen darzulegen, dass der Umfang der betrieblichen Nutzung mindestens 90 % beträgt.[1]

Die Bildung eines Investitionsabzugsbetrags für einen Betriebs-Pkw setzt daher i. d. R. die Dokumentation der ausschließlichen oder fast ausschließlichen betrieblichen Nutzung des begünstigten Pkws mittels eines Fahrtenbuchs durch den Unternehmer voraus, da die Finanzverwaltung bei Anwendung der sog. 1 % –Regelung[2] grundsätzlich von einem schädlichen Nutzungsumfang ausgeht.[3] Der Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrags steht jedoch nicht entgegen, dass der Unternehmer für ein im Zeitpunkt der Geltendmachung des Investitionsabzugsbetrags vorhandenes Fahrzeug den privaten Nutzungsanteil ggf. unter Anwendung der 1 %-Regelung ermittelt. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang die zukünftige Nutzung des begünstigten Pkw im Jahr der Anschaffung und im Folgejahr.

[1] Vgl. hierzu und den weiteren Voraussetzungen der Anwendung des § 7g EStG BMF, Schreiben v. 20.3.2017, IV C 6 – S 2139 – b/07/10002 – 02.
[3] Vgl. hierzu und zu den möglichen Ausnahmen Kratzsch, in Frotscher/Geurts, EStG, § 7g EStG Rz 48, Stand: 3.8.2017.

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