Erbschaftsteuer: Gemischte ... / 8.2 Gemischte Schenkung und Schenkung unter Leistungsauflage
 
Praxis-Beispiel

Gemischte Schenkung und Schenkung unter Leistungsauflage

Tante T überträgt ihrem Neffen N ein Grundstück. Für das Grundstück wurde ein Bedarfswert i. H. v. 250.000 EUR festgestellt. Der Verkehrswert beläuft sich auf 420.000 EUR. Es wird vereinbart, dass N Verbindlichkeiten i. H. v. 210.000 EUR von T zu übernehmen hat. Die Zuwendung erfolgt in 2008.

Lösung:

Die schenkungsteuerliche Bemessungsgrundlage ist nach der unter Tz. 2.2 dargestellten Formel bzw. mit den entsprechenden Schritten zu errechnen.

Die Bereicherung von Neffe N ergibt sich i. H. v. 210.000 EUR (Verkehrswert Leistung der Schenkerin in Form des Grundstücks 420.000 EUR ./. Verkehrswert Gegenleistung der Beschenkten in Form der Abstandszahlung 210.000 EUR).

210.000 EUR (Steuerwert Leistung) × 210.000 EUR (Bereicherung) = 105.000 EUR

420.000 EUR (Verkehrswert Leistung)

Unter Anwendung der obigen Formel ergibt sich damit eine schenkungsteuerliche Bemessungsgrundlage i. H. v. 105.000 EUR, welche N der Schenkungsteuer gem. § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG zu unterwerfen hat.

Die weitere Berechnung der Schenkungsteuer sieht wie folgt aus:

 
anteiliger Steuerwert Grundstück 105.000 EUR
persönlicher Freibetrag nach § 16 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG ./. 10.300 EUR
steuerpflichtiger Erwerb (Abrundung entfällt) 94.700 EUR
Schenkungsteuer (Steuersatz 17 %, § 19 Abs. 1 ErbStG) 16.099 EUR

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