An dieser Stelle folgen einige Hinweise, mit denen bereichsübergreifend die Energiekosten gesenkt werden können. Typische Einsparpotenziale mit Auswirkungen auf einzelne Fachbereiche werden in den folgenden Kapiteln jeweils mit weiteren Möglichkeiten, Kosten zu sparen, dargestellt. Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu senken. Vieles davon erscheint zu klein, als dass es den dafür notwendigen Aufwand lohnt. Aber mit weiter rasant steigenden Energiepreisen und einer zu erwartenden Knappheit an Gas, Öl oder Strom gehören selbst Kleinigkeiten zum bestimmenden Element für die Kostenhöhe.

  • Es geht schnell, in allen Arbeits- und Aufenthaltsräumen die Heizung zu überprüfen und an die neuen Höchstwertempfehlungen der Bundesregierung anzupassen.
  • Bei Einsparungen von Energie für die Beleuchtung spielen im Unternehmen die Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsvorschriften eine wichtige Rolle. Unterhalb der dort angegebenen Lichtstärken darf nicht gearbeitet werden. Auf die Beleuchtungszeit kann sehr wohl Einfluss genommen werden. Arbeitsplätze, die nicht benötigt werden, müssen auch nicht beleuchtet sein. Wenn im Lager niemand ist, kann dort auch die Beleuchtung ausgeschaltet sein. Die Beleuchtung von Fluren und anderen Räumen, die nicht ständig genutzt werden, kann auch durch technische Hilfsmittel wie Bewegungsmelder auf ein Minimum reduziert werden.

     
    Hinweis

    Verantwortung schaffen

    Sowohl Heizung als auch Beleuchtung sind ein sensibles Thema im Büro und Betrieb. Mit Engagement kann trotz und im Rahmen rechtlicher Vorschriften oft viel gespart werden. In der Praxis zeigt sich, dass bei eindeutiger Verantwortung für diese Themen wesentliche Einsparungen erzielt werden können. So kann jemand, der meist spät den Arbeitsplatz verlässt, verantwortlich gemacht werden für das Ausschalten aller Lichtquellen.

  • Wenn Büros kurz- und mittelfristig nicht genutzt werden, z. B. wegen der Arbeit im Homeoffice, sollten die verbliebenen Mitarbeiter auf einige Büros konzentriert werden. Dadurch entstehen unbenutzte Büros, die weder beleuchtet noch beheizt werden müssen. Die Energiekosten sinken. Es muss darauf geachtet werden, dass die sinnvollen Abstandsregeln der Coronazeit in den weiterhin genutzten Räumen eingehalten werden können.
  • Die Reinigung der Arbeitsplätze vor allem in Büros erfolgt häufig spät in der Nacht oder früh am Morgen. Zusätzliche Beleuchtung und Heizung ist notwendig. Wenn es gelingt, die Reinigungszeiten mit den oft flexiblen Arbeitsrandzeiten der anderen Beschäftigten überlappen zu lassen, müssen nicht mehr ganze Bürotürme in der Nacht hell erleuchtet sein.
  • Energiekosten entstehen auch bei den Firmenfahrzeugen. Werden Fahrten, z. B. zur Bank, zur Post oder zum Spediteur zusammengefasst, können viele Kilometer und damit viele Liter Treibstoff eingespart werden. Für die Fahrzeuge, die einzelnen Mitarbeitern zugeordnet werden können und diesen vielleicht zur privaten Nutzung überlassen wurden, sollte ein detailliertes Fahrzeug-Controlling mit Schwerpunkt auf dem Durchschnittsverbrauch eingerichtet werden. Oft sinkt der Verbrauch, durch die Fahrweise bestimmt, bereits, wenn die Fahrer nur wissen, dass diese Daten Inhalt von Controlling-Aktivitäten werden.

Diese Empfehlungen zur Einsparung von Energie und damit zur Reduzierung der Energiekosten scheinen sehr kleinteilig zu sein, vor allem im Vergleich mit dem Energieverbrauch von Produktionsanlagen, von Kühlhäusern oder in Transportbereichen. Dennoch zeigen sie Wirkung, zu erkennen an den Ist-Energiekosten in der Kostenstellenrechnung (wenn diese tatsächlich korrekt verteilt werden). Darüber hinaus lenken sie die Denkweise der Mitarbeiter hin zum sparsamen Umgang mit Ressourcen, was generellen Einfluss auf die Kosten im Unternehmen hat.

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