Arbeitsmittel und beruflich veranlasste Telefon- und Internetkosten können in jedem Fall als Werbungskosten bei der Steuererklärung abgezogen werden. Als Arbeitsmittel anerkannt werden z.  B. Schreibtisch und -stuhl, Computer mit Zubehör, Büromaterial usw.

Arbeitsmittel bis zum Preis von 800 EUR netto (in der zweiten Jahreshälfte 2020: 928 EUR inkl. 16 % USt) können als sog. GWG sofort und in voller Höhe in der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden.[1] Höhere Anschaffungskosten werden über die Nutzungsdauer des Arbeitsmittels verteilt, beispielsweise bei Computern über 3 Jahre (gültige Nutzungsdauer im Jahr 2020).

 
Praxis-Tipp

Beschleunigte Abschreibung für digitale Wirtschaftsgüter

Ab 2021 hat die Finanzverwaltung die Abschreibungsdauer für Computer-Hard- und Software auf ein Jahr herabgesetzt. Auch 2020 getätigte Anschaffungen profitieren noch ein wenig von der Neuregelung: sie können 2020 zwar zunächst nur anteilig, dann aber im Jahr 2021 mit dem Restbetrag voll abgezogen worden. Die bisher 3-jähirge Nutzungsdauer verkürzt sich also auch hier.[2]

Abzugsfähig als Werbungskosten sind auch die beruflich veranlassten Telefon- und Internetkosten. Weist der Betroffene den Anteil der beruflich veranlassten Aufwendungen an den Gesamtaufwendungen für einen repräsentativen Zeitraum von 3 Monaten im Einzelnen nach, so kann dieser berufliche Anteil für das gesamte Jahr zugrunde gelegt werden. Fallen erfahrungsgemäß beruflich veranlasste Telekommunikationsaufwendungen an, können ohne Einzelnachweis bis zu 20 % des Rechnungsbetrags, höchstens jedoch 20 EUR monatlich, als Werbungskosten anerkannt werden.[3]

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