BWA: Praktische Tipps für d... / 2.3 Immer schön flüssig: Die Statische Liquidität

Die BWA-Variante "Statische Liquidität" dient als Assistent für die Liquiditätsplanung des Unternehmens. Der Begriff erscheint widersprüchlich – statische Liquidität heißt jedoch nichts anderes, als dass die Liquidität zu einem Abrechnungszeitpunkt festgehalten wird.

In der Auswertung (Achtung, diese finden Sie bei Lexware im Kennzahlenauswertungsbereich) werden Bank und Kasse, kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie weiteres Umlaufvermögen aufgeführt. Mit letztgenanntem ist z. B. der Warenbestand gemeint.

Die Barliquidität sagt etwas darüber aus, ob kurzfristige Verbindlichkeiten, wie Kontokorrentkredite durch andere finanzielle Mittel – etwa durch die Kasse oder andere Gelder – gedeckt sind. Dies ist häufig nicht der Fall, es kommt zu einer Unterdeckung.

Die Liquidität 2. Grades erweitert die Analyse um die kurzfristigen Forderungen Es wird also geprüft, inwieweit die Barmittel und kurzfristige Forderungen ausreichen, die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken.

Bei der Liquidität 3. Grades werden zu den baren Mitteln und Forderungen schließlich noch die Vorräte dazu genommen, um zu prüfen wie das Verhältnis dieser Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten ist. Die statische Liquidität ist jedoch isoliert nur bedingt aussagekräftig, weil sie z. B. außer Acht lässt, welchen Spielraum das Kontokorrent noch hergibt oder wann Forderungen gezahlt werden. In jedem Fall sollten die flüssigen Mittel und die Kundenforderungen so hoch sein, dass die Rechnungen der Lieferanten und die anderen Verpflichtungen vollständig bezahlt werden können. Im besten Fall sollte noch etwas übrig bleiben.

 
Hinweis

Unternehmen in der Krise

Insbesondere Krisenzeiten stellen Unternehmer vor die Herausforderung liquide zu bleiben und den Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Behalten Sie dazu laufend die Liquiditätszahlen Ihres Unternehmens im Blick. Bei regelmäßigem Vergleich der Kennzahlen erkennen Sie, ob es negative Tendenzen gibt und können so, falls nötig frühzeitig versuchen, gegenzusteuern.

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