Nach dem am 10.8.2015 veröffentlichten ED/2015/7 sollen am 11.9.2014 veröffentlichte Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 auf unbestimmte Zeit verschoben werden,[14] eine verpflichtende Anwendung soll mangels eines Anwendungszeitpunkts entfallen. Aufgehoben werden sollte ein bestehender Widerspruch zwischen dem – durch IFRS 11 ersetzten – SIC 13 und IFRS 10 in Bezug auf die Erfassung nicht realisierter Gewinne aus Transaktionen – Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten – zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture. Nach SIC 13 waren Ergebniseffekte nicht realisierbar, IFRS 10 sieht hingegen einen vollständigen Ansatz von Erfolgen bei Verlust/Erlangung der Beherrschung über ein Tochterunternehmen vor. Ein Verschieben von Änderungen, die den Due Process bereits durchlaufen haben, auf unbestimmte Zeit ist abzulehnen. Ausgangspunkt für die vorgeschlagene Änderung war eine Anfrage an das IFRS IC, welches eine Ergänzung des bestehenden Regelwerks angeregt hat. Die Aussetzung von kleinen Anpassungen des Regelwerks wegen eines laufenden Forschungsprojekts steht nicht im Einklang mit den Erwartungen der Adressaten. Die Klarstellung sollte prospektiv für Berichtsperioden, die nach dem 1.1.2016 beginnen, mit der Option zur früheren Anwendung wirksam werden. Die vorgeschlagene Aussetzung des Anwendungszeitpunkts wird mit dem laufenden Forschungsprojekt zur Bilanzierung nach der Equity-Methode gerechtfertigt.

[14] Zu den vorgesehenen Änderungen Lüdenbach/Freiberg, BB 2014, 3115 ff.

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